Archiv für den Autor: David Böhne

Fridays for Future – Persönliche Stellungnahme

Am 15.03.2019 werden wieder internationale Klimastreiks unter dem Motto “Fridays for Future” stattfinden. An den Protesten werden sich voraussichtlich über 200 deutsche Städte beteiligen. Auch Schüler aus Wiesbaden sind aufgerufen, sich um 12:00 Uhr am Hauptbahnhof zu versammeln.

Bereits zu den Klimastreiks vor vier Wochen hatte Kultusminister Lorz sich geäußert: „Das Engagement der Schüler für den Klimaschutz rechtfertigt nicht das Fernbleiben vom Unterricht“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz heute im Hessischen Landtag anlässlich einer aktuellen Stunde zu den freitäglichen Schülerdemonstrationen. Er habe großen Respekt vor dem politischen Engagement von Schülerinnen und Schülern. Und sicherlich hätten die Demonstrationen „Fridays for Future“ und die Tatsache, dass diese während der Unterrichtszeit stattfanden, eine große und vielleicht genau deshalb größere mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Insofern können wir feststellen: „Ziel erreicht!“ Doch dabei handele es sich um einen kalkulierten Regelverstoß, dessen Konsequenzen auch zu tragen seien. […] Gleichzeitig plädierte Lorz für eine Portion Gelassenheit. Er vertraue voll und ganz auf die pädagogische Erfahrung der Schulleitungen und Lehrkräfte, mit Fingerspitzengefühl zu reagieren. Die Schülerinnen und Schüler müssten nicht sofort mit der ganzen Härte aller Sanktionen rechnen.”

Der Aufschrei in den sozialen Medien und die Berichterstattung über das Fernbleiben vom Unterricht ist vernehmbar. Klagen von Wiesbadener Eltern sind jedenfalls zum Stadtelternbeirat noch nicht vorgedrungen. Dabei ist Unterrichtsausfall sonst eines der am häufigsten von Eltern beklagten Probleme.

Wer sich aber ernsthaft Sorgen um Unterrichtsausfall macht, sollte sich statt mit demonstrierenden Schülern eher mit dem dramatischen Lehrermangel, insbesondere an Grundschulen beschäftigen. – Ein Thema übrigens, das Kultusminister Lorz eher klein redet, während die Landesschülervertretung Daten zu ausgefallenen Schulstunden liefert, die das Kultusministerium nicht mal erheben kann.

Schüler, die – vielleicht sogar in der Schule – gelernt haben, sich politisch zu engagieren, für ihre Ziele einzutreten und dafür sogar Sanktionen in Kauf nehmen, haben vermutlich mehr für ihr Leben gelernt, als an einem durchschnittlichen Freitagnachmittag in der Schule zu vermitteln gewesen wäre.

Sollte es Schulleiter oder Lehrer geben, die das vom Kultusminister erwartete Fingerspitzengefühl vermissen lassen, werde ich mich gerne für die betroffenen Schüler einsetzen.

David Böhne
Vorsitzender

Wiesbaden, 14.03.2019

Online-Umfrage des LEB zum Unterrichtsausfall

Der Landeselternbeirat hat eine Online-Umfrage erstellt und alle Schulen angeschrieben.  Die Schulleitungen, die Schulelternbeiratsvorsitzenden und die Schülervertreter sind jeweils per Brief über die Umfrage informiert worden und haben darin einen einmaligen Zugangscode zur Online-Umfrage erhalten.

Die Umfrage kann man hier einsehen: http://classy.run/leb
Eine Teilnahme ist nur mit Zugangscode möglich.

Der Stadtelternbeirat unterstützt den Aufruf und bittet alle Schulelternbeiratsvorsitzenden um Teilnahme. Die Umfrage läuft bis 30.04.2019.

Veranstaltungshinweis: “Einstürzende Schulbauten” am 17. November 2018

Der elternbund hessen e.V. lädt alle interessierte Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler ein zu einer Veranstaltung zum Thema Sanierungsstau.

„Einstürzende Schulbauten?”
am Samstag, dem 17. November 2018, 14 Uhr
in der Helene-Lange-Schule Wiesbaden, Langenbeckstraße 6-18, 65189 Wiesbaden
Viele Schulen in Hessen sind in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Diskutieren Sie über das Thema Schulbausanierung mit Betroffenen, Politikern, Expertinnen und Experten.
Ablauf:
14.00 Uhr Begrüßung durch Klaus Wilmes-Groebel, Stellvertretender Vorsitzender des elternbund hessen e.V.
14.15 Uhr Diskussion mit Expertinnen und Experten:
  • David Böhne, Vorsitzender des Stadtelternbeirats Wiesbaden und Sprecher des Bündnisses Schulsanierung Wiesbaden
  • Christoph Degen, Bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag
  • Eckhard Gathof, Vorsitzender Stadtelternbeirat Frankfurt
  • Emely Dilchert, Stadtschulsprecherin Wiesbaden
  • Korhan Ekinci, Vorsitzender Landeselternbeirat (angefragt)
Ende gegen 17.00 Uhr.
Weitere Informationen zu den Expertinnen und Experten auf dem Podium folgen nächste Woche.
Wir freuen uns, Sie zahlreich begrüßen zu können!

Bericht des StEB über die Tätigkeit 2018

Der Stadtelternbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden wurde am 02.02.2017 gewählt und hat sich konstituiert. Der vorliegende Bericht gibt Rechenschaft über die Aktivitäten des StEB im zweiten Teil der Wahlperiode 2017/18. Die Veröffentlichungen des StEB ergänzen den Bericht entsprechend. Sie sind auf der Homepage des StEB (www.steb-wiesbaden.de) zu finden. Die StEB-Mitglieder stehen selbstverständlich für Nachfragen oder ergänzende Erläuterungen zur Verfügung.

Rechenschaftsbericht 2018-11-13 (.PDF)

Übergang in die weiterführende Schule: was Eltern beachten sollten

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte der vierten Klassen,
Liebe interessierte Eltern und Erziehungsberechtigte,

mit dem Übergang in die weiterführende Schule werden für das eigene Kind schon sehr viele Weichen für die Zukunft gestellt. Eltern möchten ihrem Kind die besten Chancen auf dem Weg ins Erwachsenwerden und auch ins spätere (Berufs-)Leben geben.

„Die besten Chancen“ bedeutet für das Kind aber nicht automatisch „der höchste Abschluss“, also das Abitur. Persönlichkeit, Fähigkeiten und Verhalten des Kindes müssen zu den unterschiedlichen Schulformen passen, um Lernen zu ermöglichen und die Schulzeit erfolgreich zu gestalten.

elan – in Zusammenarbeit mit dem Kreiselternbeirat Rheingau-Taunus-Kreis und dem Stadtelternbeirat Wiesbaden – möchte Sie in Ihrer Entscheidungsfindung unterstützen.

Wir freuen uns, dass wir für diese Veranstaltung Herrn Wilfried Helms, Trainer von Mind Unlimited, engagieren konnten.

Haben wir Ihre Neugier geweckt?

Dann kommen Sie am 28. November 2018 um 19.00 Uhr in die IGS Alexej-von-Jawlensky-Schule, Hans-Böckler-Straße 1 in Wiesbaden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Die elan-Steuergruppe
Rheingau-Taunus-Kreis und Wiesbaden

Inge Berg-Scholl
i.berg-scholl@elan-hessen.de
06129 – 6127

Flyer Einladung (.PDF)

Wegbeschreibung:
IGS Alexej-von-Jawlensky-Schule
Hans-Böckler-Straße 1
65199 Wiesbaden

Dort folgen Sie bitte der „elan“ – Beschilderung!
Die Veranstaltung findet in der Mensa statt.

Parken:
Der Parkplatz hinter dem Schulgelände (Lassalleplatz) bietet ausreichend Parkmöglichkeiten.

Öffentliche Verkehrsmittel:
Buslinien / Haltestellen: 23, 24, 39 / Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken
Buslinie / Haltestelle: 27 / Stephan-Born-Straße

Sitzung des StEB Wiesbaden mit den SEB-Vorsitzenden am 06. November 2018

Die siebte Sitzung des Stadtelternbeirats fand in der Diltheyschule statt. Themen der Sitzung waren:

  • Förderung des Sports in Schulen (Herr Corts, Talentzentrum Wiesbadens / Staatliches Schulamt)
  • Vorstellung ‚elternbund hessen e.V.‘ (Klaus Wilmes-Groebel, Stellv. Vorsitzender)
  • Bericht über die Tätigkeit des StEB 2018 / Ausblick und aktuelle Themen (Lehrermangel, DSGVO, Wahl StEB 2019)
  • Möglichkeit zum Austausch in Gruppen, je nach Schulform

Neuwahl des Stadtelternbeirates 2019

Die Amtszeit des Stadtelternbeirates läuft im Februar 2019 aus. Als Termin für die Neuwahl ist

Samstag, 02. Februar 2019, 10.00 Uhr
Leibnizschule
Zietenring 9, 65195 Wiesbaden

vorgesehen.

Den Schulelternbeiräten obliegt die Durchführung der Wahlen von Vertreterinnen und Vertretern für die Wahl des neuen Stadtelternbeirats.

Wir bitten Sie, diese Wahl vorzubereiten und so rechtzeitig durchzuführen, dass Sie Namen und Anschriften der gewählten Vertreterinnen oder Vertreter sowie der Ersatzvertreterinnen oder Ersatzvertreter bis zum 19.01.2019 dem Stadtelternbeirat mitteilen können.

Nutzen Sie dazu bitte folgende Unterlagen:

01 Anschreiben_SEB-Vorsitzende_StEB-Wahl (.PDF)
02 Wahlbescheinigung_StEB-Wahl (.PDF)
03 Einladung_Vertreter_und_konst_Sitzung (.PDF)

Mit freundlichen Grüßen

David Böhne
Vorsitzender

Wiesbaden, 02.11.2018

Pressemeldung: Lehrerversorgung. Inklusion. Gebäude.

Ist unser Schulsystem noch zu retten? Wie steht es um die Bildung in Hessen?

In einem so reichen Land wie Deutschland schmerzt es zu erleben, welch geringen Stellenwert schulische Bildung hat und haben darf. Theoretisch ist allen bewusst, dass wir hier über die „Zukunft unseres Landes“ sprechen, aber für längst überfällige Veränderungen reicht der Wille seit vielen Jahren nicht aus! So „kocht denn auch jedes Bundesland sein eigenes Süppchen“ und gibt unterschiedlich viel für seine Schüler*innen aus.

Zu viele Themen werden aktiv ignoriert: Lehrerversorgung, Aus- und Weiterbildung, Praxisbezug im Studium, Referendariatsplätze, Anreize für die Lehrtätigkeit in Ballungsräumen, Ausstattung der Inklusion, Klassengröße – überall fehlt es an Mitteln und Ressourcen. Daneben erledigen Lehrkräfte immer mehr administrative Aufgaben ohne jeden Ausgleich. Hinzu kommt der „tägliche Wahnsinn“ in Form von Mobbing, fehlender Digitalisierung, Unwissenheit im Umgang mit moderner Technik, Gewalt- und Drogenproblemen, Eltern in all ihren Facetten und deren Nachwuchs – nicht minder vielfältig.

Burnout, Krankheit und Gleichgültigkeit sind die Folgen – auch bei den einst motiviertesten Lehrkräften. Das Kultusministerium beschwichtigt uns, wir seien mit 105prozentiger Lehrerzuweisung doch prima versorgt. Nicht bekannt ist (und nicht bekannt sein soll), wie viele Lehrkräfte davon als Lehrkraft gar nicht zur Verfügung stehen, weil sie entweder abgeordnet sind, z.B. ins Staatliche Schulamt oder andere Ämter, in Museen, für Sonderprojekte ins Ministerium etc.), oder weil sie krank, schwanger mit Beschäftigungsverbot, in Mutterschutz, in Elternzeit oder beurlaubt sind.

Die Schulgebäude verkommen, die Toiletten sind eine Zumutung, neue Schulen baut man last minute und nur unter Druck, Grundstücke sind durch Fehlplanungen nicht verfügbar und Gelder vom Bund können nicht abgerufen werden, weil schon für die Planung die Ressourcen fehlen. Darüber hinaus mangelt es aktuell bundesweit für die kommenden 12 Jahre jährlich an 32.000 Lehrkräften, in naher Zukunft sollen es 50.000 sein. Die KMK beschäftigt sich nur alle fünf Jahre mit der Schulbedarfsplanung. So wundert es nicht, dass für das Jahr 2025 rund 1,3 Millionen Schüler*innen zu wenig eingeplant wurden.

Damit werden in der aktuellen Planung für das Jahr 2025 für Hessen über 98.000 (*) zusätzliche Schüler*innen nicht berücksichtigt. Allein in Frankfurt entspricht das einem Zuwachs von etwa 12.000 zu beschulenden Kindern. Und doch fehlen schon heute Räumlichkeiten, sind die Schülerzahlen pro Klasse zu groß und verzweifeln Lehrer wie Schüler oft an den Rahmenbedingungen für Schule in Hessen.

Es reicht! Deshalb haben sich das Netzwerk Inklusion Frankfurt e. V., das Netzwerk Inklusion Deutschland e.V., der Stadtelternbeirat Frankfurt, der Stadtschüler*innenrat Frankfurt und der Elternbund Hessen e.V. eingehend darüber beraten, welche Änderungen die schulische Bildung in Hessen kurz- und mittelfristig verbessern könnten – sofern Veränderungen nicht nur „geredet“, sondern auch angegangen werden sollen. Lehrkräfte kann man nicht herbeizaubern – aber man kann diejenigen, die da sind, in verschiedenen Bereichen entlasten. Wir halten unsere Anregungen für so realistisch wie pragmatisch und legen sie dieser Pressemitteilung bei.

(*) Rechengrundlage: Bevölkerung BRD Ende 2017: 82,8 Mio, Hessen: 6,25 Mio, FFM 750.000 bis Herbst 2018

Für Rückfragen stehen Ihnen gern zur Verfügung:

Der Stadtelternbeirat Wiesbaden unterstützt die Forderungen aus dem Aktionsplan Bildung in Hessen.

Aktionsplan Bildung in Hessen