Aufholprogramme nach einem Jahr Corona – Überblick (Stand 20.07.2021)

Bund und Land stellen Fördermittel zur Verfügung, um die Folgen der Pandemie aufzufangen. Gefördert werden eine Vielzahl von Projekten für Schüler*Innen.

Neben schulischen Programmen zum Nachholen verpassten Lernstoffes werden auch vielfältige Projekte aus dem sozialen Bereich gefördert.

Ob das Geld ausreicht?
Erstmal heißt es, die Gelder sinnvoll einzusetzen…..
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Aufholen Förderprogramme Bund & Land 20072021

Aufholen 

 

Repräsentative Allensbach-Umfrage unter 10- bis 16-Jährigen und Eltern zu Lernverhalten

Wie stehen Kinder und Jugendliche zum Thema Lernen, und wie gehen sie es an?

Mit einer repräsentativen Umfrage ist die Deutsche Telekom Stiftung im Frühjahr 2021 erneut diesen Fragen nachgegangen. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat dazu mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn sowie gut 500 Eltern dieser Altersgruppe befragt. Im Fokus stand dabei insbesondere auch das Lernen in der Zeit der Corona-bedingten Schulschließungen. Die Meinungsforscher wollten wissen, wie die Herausforderungen der Pandemie sich auf Lernverständnis, -verhalten und -motivation der Schüler ausgewirkt haben.

Die Ergebnisse lassen befürchten, dass Corona das Ungleichgewicht zwischen den besseren und den schlechteren Lernern noch verstärkt hat. Mehr als ein Viertel der 10- bis 16-Jährigen attestiert sich selbst deutliche Lernrückstände als Folge der Pandemie, doch längst nicht alle versuchen den Stoff aktiv aufzuholen. Gleichzeitig haben die Kinder und Jugendlichen sich während Corona aber auch weiterentwickelt, etwa im Umgang mit Computer und digitalen Medien, in Selbstorganisation und Zeitmanagement. Die große Mehrheit will dennoch in Zukunft wieder zurück in die Schule und dort lernen, was die Lehrkräfte vorgeben.

Zusammenfassung und Langfassung der Umfrageergebnisse hier:
https://www.telekom-stiftung.de/aktivitaeten/wie-lernen-kinder-und-jugendliche

Fahrtkostenrückerstattung für Schüler*Innen aus Wiesbaden – ‘Hessenticket’ die günstigste Alternative

Hat ein Kind einen längeren Schulweg, mehr als 2 km zur Grundschule oder mehr als 3 km zur weiterführenden Schulen, so kann laut hessischem Schulgesetz § 161 bis zum  Ende der Schulpflicht  ein Antrag auf Rückerstattung der Fahrtkosten gestellt werden. In der Regel handelt es ich um die Erstattung der Fahrtkosten mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Umgesetzt wird dies durch den Schulträger, d.h. die Stadt.

Die Stadt Wiesbaden übernimmt die notwendigen Beförderungskosten für in Wiesbaden gemeldete Schüler*Innen der allgemeinbildenden Schulen bis zum Ende der Mittelstufe (Sekundarstufe 1), der Grundstufe der Berufsschule sowie das erste Jahr der besonderen Bildungsgänge der Berufsschule oder Berufsfachschule (Erfüllung der Vollzeitschulpflicht) sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Der Antrag auf Übernahme der Schüler*Innenbeförderungskosten ist bei der besuchten Schule abzugeben. Der letzte Termin für die Beantragung der Kostenübernahme mit allen geforderten Nachweisen eines Schuljahres, ist der 31. Dezember des Jahres, in dem das Schuljahr endet (Bsp.: Schuljahr 2020/21 endet am 15.7.21 -> Antrag bis 31.12 21 möglich auch per email).

Es gibt Ausnahmen von der reinen Entfernungsregel vom Schulort, so dass es sich lohnt, die Hinweise genau zu lesen.

Sollte es in der Nähe der Wohnung eine weiterführende Schule mit vergleichbarem Angebot geben, so muss seitens der Antragsteller*In nachgewiesen werden, dass an der näher gelegenen Schule keine Aufnahmekapazitäten bestanden.


Grundsätzlich werden Fahrtkosten bis zur Obergrenze von 365€ pro Jahr erstattet sofern alle Bedingungen erfüllt sind. Dies entspricht genau dem Preis für das sog. Schülerticket Hessen  oder kurz Hessenticket.

Da das Hessenticket nicht nur für die Fahrt zur Schule genutzt werden kann, sondern ein Jahr lang zu Fahrten in ganz Hessen berechtigt, ist dies die ‘attraktivste Variante’ für Wiesbadener Schüler*Innen. Zwar können auch weiterhin alle Einzelfahrten zur Schule nachgewiesen werden, aber dies ist aufwendig, und sofern die Schüler*Innen auch sonst noch den ÖPNV nutzen, ungünstiger.

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Kontakt

TELEFON   0611 31-3615  /  0611 31-3616

E-MAIL-ADRESSE   SCHUELERBEFOERDERUNG@WIESBADEN.DE

WICHTIG:
Erziehungsberechtigte, deren Kinder NICHT in Wiesbaden gemeldet sind, aber eine Wiesbadener Schule besuchen, müssen sich an das Schulamt ihres Heimatkreises/ ihrer Heimatstadt wenden. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Fahrtkosten durch den Wohnort erstattet werden.

rechtliche Grundlagen:
https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/schulorganisation/zuschuesse-und-kostenerstattungen/fahrkostenerstattung

Hinweise zur Beantragung der Fahrtkostenrückerstattung für Schüler*Innen (inkl. Antragsformular, Bedingungen):
https://www.wiesbaden.de/vv/produkte/40/141010100000008746.php

Informationen  für Kostenrückerstattung bei einer entfernt gelegenen weiterführenden Schule:

Fahrtkostenrückerstattung weiterf schule

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Infos zum Hessenticket:
https://www.eswe-verkehr.de/de/schuelertickethessen.html
Für alle Inhaber des Schülerticket Hessen gilt: Sie dürfen in Hessen und Mainz alle Verkehrsmittel nutzen, die dort verkehren. 

KMK empfiehlt uneingeschränkten Regelbetrieb im kommenden Schuljahr 2021/2022

Die Kultusministerkonferenz hat sich am 10.6.21 vor dem Hintergrund der Pandemieentwicklung mit dem schulischen Regelbetrieb im kommenden Schuljahr 2021/2022 befasst.

Schulschließungen werde es nicht mehr geben, so beschloss das höchste schulpolitische Gremium der Bundesrepublik Deutschland.

Die Ergebnisse im Einzelnen lesen Sie hier:
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https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kmk-empfiehlt-uneingeschraenkten-regelbetrieb-im-kommenden-schuljahr-20212022.html


Kopiergeld

Kopiergeld führt leider immer mal wieder zu Diskussionen.
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Grundsätzlich gilt in Hessen Lehrmittelfreiheit (§153 Hess. Schulgesetz).  Dazu zählen neben Schulbücher, Atlanten etc. auch  Ganzschriften, Werkstoffe,  Arbeits-­ und Übungshefte, die unter „sonstige Schriften“ bezeichnet werden. Über die Verteilung der finanziellen Mittel für diesen Zweck entscheidet die Gesamtkonferenz. Bei der  Festlegung auf bestimmte Schulbücher hat der Schulelternbeirat ( § 110 Hessisches Schulgesetz) ein Anhörungsrecht. Die Anschaffung von zusätzlichen Schulbüchern, Arbeitsheften usw. durch Eltern ist nur auf strikt freiwilliger Grundlage zulässig. In einer entsprechenden Anfrage an die Eltern ist dies ausdrücklich hervorzuheben. Schüler*Innen, deren Eltern den Kauf ablehnen, darf kein Nachteil entstehen. Sie müssen gegebenenfalls durch die Schule versorgt werden.
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Kopien sind Gegenstände von geringem Wert, die NICHT unter die Lehrmittelfreiheit fallen.  An vielen Schulen ist es mittlerweile Gewohnheit, Kopiergeld für Kopien als Ergänzungsmaterial und Arbeitsblätter einzusammeln. Obwohl ein konkreter Betrag hinsichtlich der zumutbaren  Kopierkosten weder im Hessischen Schulgesetz noch in der Verordnung über die Durchführung der Lernmittelfreiheit benannt ist, sollten die Kosten für Kopien eine Höhe von 10,00 bis 15,00 Euro pro Schuljahr nicht überschreiten, da es sich um „Gegenstände geringen Wertes“ handelt. Legt die Schule einen Pauschalbetrag fest (Entscheidung über die Höhe trifft die Schulkonferenz) müssen Eltern diesen entrichten. Eine Lehrkraft könnte grundsätzlich die Aushändigung der Kopie verweigern, wenn die Eltern den Betrag nicht entrichtet haben, sie muss dem/r Schüler*In jedoch die Möglichkeit geben, die Aufgabenstellung oder Arbeitsanweisung abzuschreiben, damit die Teilnahme am Unterricht gewährleistet ist. Kopien, die im Rahmen von schriftlichen Arbeiten ausgehändigt werden, müssen allen Schüler*Innen ausgehändigt werden.
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Wir als StEB empfehlen:

Lassen Sie sich regelmäßig von Ihrer Schulleitung die im laufenden Schuljahr getätigten Vervielfältigungen vorlegen und lassen Sie in der Schulkonferenz auf Grund des Ergebnisses Ihrer Prüfung über die Höhe des im folgenden Schuljahr zu entrichtenden Kopiergeldes neu beraten. Kopien sollen weder Schulbücher noch andere Werke ersetzen, sondern aktuelle, erweiternde Sachverhalte oder ergänzende Informationen liefern. Ein vertretbares Maß an Fotokopien darf dabei aus urheberrechtlichen Gründen nicht überschritten werden. Werden die eingesammelten Kopiergelder im laufenden Schuljahr nicht vollständig benötigt, sind die restlichen Mittel an die Schülerinnen und Schüler beziehungsweise die Erziehungsberechtigten am Ende des Schuljahres zurückzugeben. 

(Quelle: https://kultusministerium.hessen.de/schulsystem/lernmittelfreiheit).

Diagramm Kontaktpersonen- und Quarantänemanagement, Stand 31.3.21

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt hat der STEB ein Diagramm erstellt.
Es bezieht sich auf die aktuelle Vorgehensweise in Wiesbaden bei Wildform des Corona Virus’ oder der britischer Mutante.
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Wichtiger Hinweis: Das Gesundheitsamt kann immer auch individuell abweichend vorgehen.
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Dazu auch das  RKI zum Kontaktpersonenmanagement:
Bei den noch sehr selten auftretenden südafrikanischen  und brasilianischen Varianten wird individuell entschieden.

Pilotprojekt: Corona-Tests für Schüler*innen starten an 21 hessischen Schulen

Es ist soweit !

Mehr als 16.000 Corona-Tests sind an 21 Schulen in ganz Hessen ausgeliefert worden, die an einem Pilotprojekt teilnehmen.

https://www.hessenschau.de/gesellschaft/pilotversuch-gestartet-schueler-testen-sich-selbst-auf-corona,corona-tests-schulen-100.html

Auch eine Wiesbadener Schule ist dabei.

Noch vor den Osterferien soll so mit freiwilligen Antigen-Selbsttests für die Schüler*innen sowie das Personal an diesen Schulen begonnen werden, teilten Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) und Kultusminister Alexander Lorz (CDU) heute in Wiesbaden mit. “Wir erhoffen uns von den Pilotschulen wichtiges Feedback, um nach den Osterferien die Tests flächendeckend an allen Schulen problemlos durchführen zu können.”
Für Schüler*innen, Lehrer*innen und weitere Beschäftigte in den Schulen sei es damit möglich, sich kostenlos mindestens einmal in der Woche selbst zu testen.
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Prof Dr. Lorz zum Thema Testen:
https://www.youtube.com/watch?v=vxLnb53eYqg
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Die GEW Südhessen schätzt, dass die für Bildungseinrichtungen angekündigte „flächendeckende“ Testung zwei Mal pro Woche, die „baldmöglichst“ erfolgen soll, allein in Hessen zehn Millionen Tests pro Monat erfordert. In Hessen besuchen rund 810.000 Schülerinnen und Schüler eine allgemeinbildende oder berufsbildende Schule, hinzu kommen 60.000 Lehrkräfte. An den Kitas geht es um 270.000 Kinder sowie um 50.000 Erzieherinnen und Erzieher. In der Summe sind demnach Tests für 1,2 Millionen Menschen erforderlich. Bei neun angenommenen Tests pro Monat ergibt sich so die Gesamtzahl von gut zehn Millionen.

Schuleingangs- und Seiteneinsteiger-Untersuchungen 2021 bis auf Weiteres ausgesetzt

Schreiben des Gesundheitsamtes:

Sehr geehrte Frau Fuchs-Hinze,

vielen Dank für Ihr Schreiben und das Interesse an den Schuleingangsuntersuchungen.

Die aktuelle Situation in den Gesundheitsämtern ist aufgrund der Coronapandemie jedoch sehr angespannt.
Das Land Hessen hat in seinem Erlass vom 18. Dezember 2020 deutlich gemacht, dass die medizinische Gefahrenabwehr bis mindestens Ende Juni priorisiert bearbeitet werden muss. Andere Themenfelder, wie auch die Schuleingangsuntersuchungen, sind nachrangig zu behandeln und dürfen nur angeboten werden, wenn die Situation in den Gesundheitsämtern dies zulässt und das Pandemiemanagement dadurch nicht vernachlässigt wird.

Leider können wir Ihnen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wann wir unsere Tätigkeit im Bereich der Schuleingangsuntersuchungen wieder aufnehmen können. Dies hängt stark von der zukünftigen Entwicklung des Pandemiegeschehens ab sowie von den Anforderungen an die Gesundheitsämter.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag
Touria Abassi

Landeshauptstadt Wiesbaden
-Der Magistrat-
Gesundheitsamt
Kinder-, Jugend- und Zahnärztlicher Dienst Konradiner Allee 11  (Eingang A)
65189 Wiesbaden

Empfehlungen der Expertenkommission der Friedrich-Ebert-Stiftung

Lehren aus der Pandemie:
Gleiche Chancen für alle Kinder und Jugendlichen sichern

21. JANUAR 2021

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat im November 2020 eine Kommission aus Expertinnen und Experten eingesetzt. Ihr Auftrag war es, Empfehlungen zu erarbeiten, wie Bildungsbenachteiligungen angesichts der Herausforderungen der Corona-Pandemie kurzfristig und perspektivisch vermieden werden können. 22 Expert*innen aus Bildungswissenschaften, Didaktik, Schulverwaltung und kommunalen Vertretungen, Schulleiter*innen, Vertreter*innen von Schüler*innen und Eltern haben in gemischten Arbeitsgruppen die in dieser Stellungnahme dokumentierten Empfehlungen erstellt.

.Stellungnahme FES Expertenkommission Lehren aus der Pandemie und Chancengleichheit Jan 2021

Verschiebung der zentralen Abschlussprüfungen Haupt- und Realschule – 2021

Verschiebung der zentralen Abschlussprüfungen Haupt- und Realschule

Die schriftlichen Prüfungen der zentralen Abschlussprüfungen der Bildungsgänge Haupt- und Realschule werden um drei Wochen verschoben.
Sie finden in der Zeit vom 07. bis 11. Juni 2021 statt.

Verschiebung_ZAA_2021_Anschreiben_Schulen

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Kultusminister Lorz zu den Abschlussprüfungen

Zum Video