Elterninitiative – Inklusion Wiesbaden

Im August wurde die Elterninitiative „IGEL-Wi – Initiative Gemeinsam Lernen Wiesbaden“ von betroffenen Eltern gegründet. Ziele der Initiative sind es, die zahlreichen Missstände bei der schulischen Inklusion und der Teilhabe in Kindertagesstätten im Raum Wiesbaden zu beseitigen, die Rechte der betroffenen Kinder und deren Eltern zu stärken sowie einen Erfahrungsaustausch untereinander zu ermöglichen.

Bitte nehmen Sie Kontakt auf, wenn Sie Probleme mit der Teilhabe Ihres Kindes haben, Informationsaustausch möchten oder Kontakte zu anderen Betroffenen suchen.

info@igel-wi.de

Oder informieren Sie sich auf der Website: www.igel-wi.de

Inklusion darf kein rechtsfreier Raum sein!

Annette Kreis
IGEL-Wi

Wiesbaden, 08.09.2017

Pressespiegel: ‘Grundschulen in Wiesbaden: Immer mehr „Deutsch-Intensivklassen“ für Flüchtlinge’

Wiesbadener Kurier

Von Nele Leubner

WIESBADEN – An den Wiesbadener Grundschulen werden immer mehr sogenannte „Deutsch-Intensivklassen“ oder auch „Seiteneinsteiger-Klassen“ gebildet. Dort lernen Migranten Deutsch, die die Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. […]

Grundschulen in Wiesbaden: Immer mehr „Deutsch-Intensivklassen“ für Flüchtlinge
(Wiesbadener Kurier, 14.04.2016)

Pressemitteilung: Beschulung von Flüchtlingskindern an Wiesbadener Grundschulen

Eine faire Beschulung aller Kinder an den Wiesbadener Grundschulen sicherstellen – die Überlastung einzelner Grundschulen beenden

Besorgt hat sich der Stadtelternbeirat über die jüngste Entwicklung an einigen Wiesbadener Grundschulen gezeigt. Der Vorsitzende des StEB, David Böhne führte hierzu aus: „Es gibt Schulen, die bereits weit über ihre Raumkapazitäten hinaus belegt sind und an denen sich dennoch täglich 3-4 neue Schüler vorstellen. Das kann eine einzelne Grundschule auf Dauer nicht bewältigen.“

Ein besonderes Problem sei hierbei, so Böhne, dass die Stadt Wiesbaden zwar eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen anstrebe. Angesichts der angespannten Wohnungssituation in Wiesbaden sei eine auch nur annähernd gleichmäßige Verteilung zuziehender Flüchtlinge allerdings kaum zu erreichen. „In Verbindung mit der Zuordnung der Grundschüler zur Schule ihres Wohnbezirkes führe die aktuelle räumliche Konzentration von Flüchtlingskindern dann an den betroffenen Grundschulen zu nicht mehr zu vertretenden Überlastungen“, erläuterte Böhne. Die Gefahr sei groß, dass das Ziel einer schnellen und erfolgreichen Integration der Flüchtlingskinder verfehlt wird.

Der Stadtelternbeirat fordert vor diesem Hintergrund Stadt und Land auf, zeitnah eine Regelung auf den Weg zu bringen, die die derzeit bestehende Überforderung einzelner Schulen beendet. Böhne sagte hierzu: „Es darf nicht weiter so bleiben, dass die gesamtgesellschaftliche Integrationsaufgabe von einigen wenigen Schulen geleistet werden muss, deren Schulgemeinschaften – trotz äußerst beachtlicher Anstrengungen und hoher Integrationsbereitschaft – dadurch überfordert wird“.

Böhne erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass seit Beginn der Flüchtlingskrise an Wiesbadener Schulen Schulmaterialen gesammelt, Patenschaften übernommen und ehrenamtliche Unterstützung für neue Schüler organisiert werde. „Es besteht nach wie vor eine große Hilfsbereitschaft in der Wiesbadener Elternschaft. Aus diesem Grund sei der Stadtelternbeirat auch zuversichtlich, dass eine ausgewogene Lösung, die die räumlichen Möglichkeiten der jeweiligen Schulen und die Leistungsfähigkeit der Schulgemeinschaft berücksichtigt, bei der überwiegenden Mehrheit auf Verständnis stoßen werde“, so der Vorsitzende des StEB abschließend.

Veranstaltungshinweis: BFAS Fachtag „Förderplan für alle! – Jedes Kind sehen – Inklusion wird gemacht“

Der Fachtagung des Bundesverbands der Freien Alternativschulen „Förderplan für alle! – Jedes Kind sehen – Inklusion wird gemacht“ (22.4.2016, Frankfurt/Main) wird auf die praktische Arbeit für inklusive Schulen schauen. Einleitend werden wir fragen welche Haltung wir benötigen, um einer inklusiven Schule näher zu kommen.

In den Workshops werden wir gemeinsam erfahren, welche fachlichen Werkzeuge sinnvoll sind und wie sie im schulischen Kontext angewendet werden können. Abschließend wollen wir in einer Diskussionsrunde der Frage nachgehen was eine inklusive Schule aus Sicht von Menschen, die sich für Wertschätzung in einer vielfältigen Gesellschaft einsetzen auszeichnet und ob dies in einer exklusiven Leistungsgesellschaft überhaupt machbar ist. Dem Ziel des Fachtages, mit Fachwissen Individualität in der Gemeinschaft zu stärken, wollen wir am Ende des Fachtages näher gekommen sein.

Wir haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt und hoffen, dass jeder und jede etwas Interessantes darin findet.
Wir hoffen auf zahlreiche Teilnahme.

Alle Infos zum Fachtag sind zu finden auf:
www.freie-alternativschulen.de/fachtag2016

BFAS-Fachtag 2016 (.PDF)

Veranstaltungshinweis: “Kinder und Jugendliche mit Epilepsien”

Am Mittwoch, 16.03.2016, 19.00-21.00 Uhr, wird in der Freien Christlichen Schule Wiesbaden (FCSW) eine öffentliche Informationsveranstaltung mit dem Thema: “Kinder und Jugendliche mit Epilepsien” stattfinden. Da die Krankheit Epilepsie in so vielen verschiedenen Formen auftreten kann, ist es möglich, dass es auch in Ihrer näheren Umgebung Menschen gibt, die sich mit dem Thema auseinander setzen müssen und eventuell gern unsere Veranstaltung besuchen möchten.

An diesem Abend werden medizinische Spezialisten der HSK-Wiesbaden (Frau Dr.Schrank) und ein Vertreter der südhessischen Epilepsie- Beratungsstelle kurze Fachvorträge halten und anschließend für Fagen zur Verfügung stehen.

Das Thema “Epilepsie” wird ab diesem Frühjahr hessenweit in Großstädten mit Veranstaltungen und Printmedien/Plakaten ins öffentliche Licht gerückt. Die Auftaktveranstaltung wird am 30. April 2016 auf dem Wiesbadener Schloßplatz stattfinden.

Die Einladung kann als Plakate veröffentlicht, oder als Handzettel ausgelegt werden.

Einladung “Kinder und Jugendliche mit Epilepsien” (.PDF)

 

 

 

Bertelsmann Studie: Eltern geben inklusiven Schulen bessere Noten…

Eltern geben inklusiven Schulen bessere Noten als Schulen, die Kinder mit und ohne Handicap getrennt unterrichten. Förderung nach individuellen Stärken und Schwächen sowie Kompetenz und Engagement der Lehrer – in allen Punkten schneiden in der Wahrnehmung der Eltern inklusive Schulen besser ab. Dies gilt unabhängig davon, ob das eigene Kind Förderbedarf hat oder nicht.
Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der rund 4300 befragten Eltern gaben an, ihr Kind besuche eine inklusive Schule. Von diesen Eltern sind 68 Prozent mit der individuellen Förderung ihrer Kinder zufrieden. Eltern hingegen, deren Kinder eine nicht-inklusive Schule besuchen, sagen dies nur zu 58 Prozent. 66 Prozent der Eltern schätzen an der inklusiven Schule ihrer Kinder, dass sie dort in ihrem eigenen Tempo lernen können. Das sagen nur 58 Prozent der Eltern über die nicht-inklusive Schule ihrer Kinder. Auch den sozialen Zusammenhalt an inklusiven Schulen schätzen Eltern höher ein als an nicht-inklusiven Schulen (78 zu 73 Prozent).

Diese und weitere Ergebnisse erhalten Sie über die Bertelsmann-Stiftung unter
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2015/juni/elternumfrage-inklusive-schule/