Hessen stellt die Weichen für sicheren Schulbetrieb nach den Ferien

https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-stellt-die-weichen-fuer-sicheren-schulbetrieb-nach-den-ferien

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute die Schulen in Hessen über die wesentlichen Eckpunkte für einen sicheren Start in das neue Schuljahr informiert.

Die Grundlage dafür bilden ein spezielles Konzept für die ersten Wochen nach den Sommerferien, ein aktualisierter Hygieneplan sowie ein überarbeiteter Leitfaden zur Schul- und Unterrichtsorganisation. Die Maßnahmen wurden in Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern der hessischen Schul- und Lehrerverbände sowie der Konzeptgruppe entwickelt. „In der Hoffnung, dass die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung, beabsichtigen wir, im neuen Schuljahr landesweit und in allen Schulformen im Präsenzunterricht zu starten“, erklärte der Minister. „Das bedeutet, dass unsere Schulen regulären Schulbetrieb an fünf Tagen die Woche für alle Schülerinnen und Schüler ohne gravierende Einschränkungen anbieten werden. Dafür werden wir alle Instrumente verwenden, die verfügbar sind!“

Verschärfte Maßnahmen direkt nach den Sommerferien

Um das Infektionsrisiko an den Schulen möglichst gering zu halten und einen sicheren Schulstart zu organisieren, werden direkt nach den Sommerferien für den Zeitraum von zwei Schulwochen präventiv erweiterte bzw. verschärfte Vorkehrungen getroffen. Dazu zählen:

  • Erhöhung der Testfrequenz von derzeit zwei auf drei Tests pro Woche,

  • Maskenpflicht (medizinische Masken) auch am Platz während des Unterrichts,

  • Dringende Empfehlung zum Tragen der Maske auch im Freien bei Einschulungsfeiern und vergleichbaren Schulveranstaltungen.

„Wir alle kennen die Problematik der Urlaubsrückkehrer und ihren Einfluss auf die Infektionslage aus dem vergangenen Jahr. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Vorkehrungen für einen Übergangszeitraum noch einmal zu verschärfen. Denn der Schulstart ist entscheidend für den weiteren Verlauf des Schuljahrs. Wir halten es deshalb für vertretbar, drei statt zwei Tests und die erneute Maskenpflicht am Platz vorübergehend wieder anzuordnen“, betonte der Minister.

Daneben gelten unter anderem folgende allgemeine Regelungen aus dem Hygieneplan und dem Leitfaden zum Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen:

Impfungen

Zum Schuljahresbeginn werden in Hessen alle Lehrkräfte, die dies wollen, vollständig geimpft sein. „Je mehr Menschen im Umfeld unserer Schülerinnen und Schüler geimpft sind, desto stärker schützen wir all jene Kinder und Jugendlichen, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt oder die zwar zur Impfung zugelassen sind, aber noch keine erste oder zweite Dosis erhalten haben“, erklärte Lorz. „Wir haben das Geschehen sehr genau im Blick und können kurzfristig mit der breiten Impfung von Kindern und Jugendlichen loslegen, sobald die Ständige Impfkommission zu einer Neubewertung der Lage kommt. Bis dahin rufe ich alle Eltern dazu auf, mit ihren Kinder- und Jugendärzten die Möglichkeiten einer individuellen Impfung zu besprechen.“

Tests

Die erfolgreich erprobten Antigen-Selbsttests werden auch im neuen Schuljahr beibehalten. Die Teilnahme am Präsenzunterricht und anderen regulären schulischen Veranstaltungen in Präsenzform wird weiterhin nur Personen möglich sein, die getestet, geimpft oder genesen sind. „Derzeit ist noch nicht absehbar, wie sich die Delta-Variante auf die Entwicklung der Infektionszahlen in den nächsten Wochen und Monaten auswirken wird“, ergänzte Lorz. Eine wesentliche Rolle werde vermutlich die vermehrte Mobilität in den Sommerferien infolge von Urlaubsreisen auch in Risiko- oder Virusvariantengebiete spielen. „Ich appelliere deshalb an alle Familien, auch in den kommenden Wochen die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und sich bei der Rückkehr aus dem Urlaub vor dem ersten Schultag testen zu lassen. Wir können zwar nicht verhindern, dass das Virus in unsere Schulen kommt. Aber wir können sein Eindringen durch verantwortungsbewusstes Verhalten so klein wie möglich halten.“

Maskenpflicht

Im kommenden Schuljahr besteht – bis auf die ersten beiden Schulwochen – keine Maskenpflicht im Freien, am Platz während des Unterrichts und wenn es zu pädagogischen Zwecken erforderlich ist. Künftig sind allerdings mindestens medizinische Masken zu tragen. Ab einer Inzidenz von 50 gilt auch wieder am Platz eine Maskenpflicht.

Lüften & Luftfiltersysteme

„Das richtige und regelmäßige Lüften ist das A und O für einen sicheren Unterricht, gerade dann, wenn im Klassenzimmer am Platz keine Maske mehr getragen werden muss“, unterstrich der Minister. Die derzeit intensiv diskutierten Luftreinigungsanlagen könnten dabei unter gewissen Bedingungen unterstützen. „Ersetzen können sie das Lüften aber nicht, wie neuste Studien zeigen.“ Als Land unterstütze man die Schulträger allerdings auch künftig bei der Anschaffung von Luftfiltern. So stünden aktuell noch 40 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen an Schulen zur Verfügung, betonte der Minister.

Weitere Regelungen

  • Sollte in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz über 100 steigen, wird gemäß dem Hessischen Eskalationskonzept wie schon im nun zu Ende gehenden Schuljahr Wechselunterricht angeordnet.

  • Die Gesundheitsämter können auch weiterhin unabhängig von den vom Kultusministerium getroffenen landesweiten Regelungen – je nach Entwicklung der pandemischen Lage vor Ort – regionale oder schulbezogene Maßnahmen in Abstimmung mit den Schulträgern und im Einvernehmen mit den Staatlichen Schulämtern anordnen.

„Die Test- und Impfstrategie ist ein wirkungsvolles Instrument für einen sicheren Schulbetrieb, das uns im vergangenen Jahr noch nicht zur Verfügung stand. Zusammen mit unseren weiteren Maßnahmen bin ich sehr optimistisch, dass unsere Schulen guten Gewissens und sicher ins neue Schuljahr starten können. Bis dahin wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften erholsame Sommerferien. Sie haben sie sich wahrlich verdient.“

Quelle: HKM homepage, 12.07.2021

22.06.21: Bouffier verkündet Lockerungen, Teilaufhebung der Maskenpflicht für Schulen

Die Hessische Landesregierung hat heute weitreichende Lockerungen beschlossen, die auch die Schulen betreffen.

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Ab Freitag, 25. Juni wird die Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände ausgesetzt, sofern die Infektionszahl regional unter 50 liegt. Ausgenommen sind einzig die Schulflure und die Klassenzimmer bis der jeweilige Platz eingenommen worden ist.

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Konkret hat das Corona-Kabinett folgende Änderungen beschlossen:

https://www.hessenschau.de/politik/weitreichende-corona-lockerungen-fuer-hessen-beschlossen,corona-kabinett-regeln-100.html

Und noch ein weiterer Link:

https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/mehr-freiheiten-im-unterricht

 

Diagramm Kontaktpersonen- und Quarantänemanagement, Stand 16.06.2021

Da wieder alle Kinder den Unterricht besuchen, geht es enger zu in Gängen und Klassenräumen. Die größere Enge birgt die Gefahr der Quarantäne für mehr Kinder aus der selben Klassen / Kohorte sofern ein Corona-Fall auftritt.

Dies sollte auch bei allen Diskussionen über die Aufhebung der Maskenpflicht in Innenräumen berücksichtigt werden.
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Dazu die Aussage des Gesundheitsamtes Wiesbaden:
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„Bei kompletter Klassenstärke gehen wir davon aus, dass zwischen den Schüler*innen der Abstand von >1,50m nicht mehr gegeben ist. Schüler*innen und Lehrkräfte befinden sich außerdem für deutlich mehr als 10 min im selben Raum. Sobald es also einen Quellfall gibt, ist von einer „wahrscheinlich hohen Konzentration infektiöser Aerosole für >10min. auszugehen“.  Vermutlich wird das dazu führen, dass im Gegensatz zum Wechselmodell wieder vermehrt enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden müssen. Welche genau das sind wird in jedem einzelnen Fall gesondert entschieden.“
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Kontaktpersonen-16062021WI

ab sofort: Aufhebung der Maskenpflicht im Außenbereich von Schulen bei großer Hitze

Mit Schreiben vom 15.6.21 wurden die Schulen seitens des HKM informiert, dass Schulleitungen ab sofort bei großer Hitze die Maskenpflicht  im Freien, d.h. auf dem Schulhof oder beim Unterricht im Freien, aussetzen können.
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Im Übrigen kann die Schulleiterin oder der Schulleiter die Pflicht zum Tragen einer MundNasen-Bedeckung wie bisher auch unabhängig von den Außentemperaturen nach § 3 Abs. 4 Satz 4 der Corona-Einrichtungsschutzverordnung im Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt und nach Anhörung der Schulkonferenz ganz oder teilweise aussetzen.
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Erlass Hitzefrei Amtsblatt 2021

Schulschreiben vom 15. Juni
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Ende der Maskenpflicht auf Schulhöfen ab Ende Juni?

https://www.hessenschau.de/politik/kultusminister-lorz-ab-ende-juni-keine-maskenpflicht-mehr-auf-schulhoefen,regierungserklaerung-schulen-100.html

Im Außenbereich von Schulen soll ab Ende Juni keine Maskenpflicht mehr gelten. So plant es das Kultusministerium.

Allerdings muss eine solche Maßnahme vom hessischen Kabinett  beschlossen werden. Da der aktuelle hessische 2-Stufenplan noch bis 27.6.21 gültig ist, würden neue Beschlüsse erst nach diesem Datum greifen.

Wann die Masken auch im Klassenzimmer fallen, steht noch nicht fest.
(Quelle: Hessenschau, 15.06.21)

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Rahmenbedingungen rund um Mittagessen, Frühstück und Nachmittagssnack

Hier die Info vom staatlichen Schulamt, 11.12.2020

Wo immer möglich sollte das Einhalten des Abstandsgebots von 1,5 m und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung umgesetzt werden. Eine besondere Situation im Schulalltag stellt das Verzehren von Speisen dar. Nach erneuter Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Wiesbaden wurde sich auf folgende Regelung verständigt:

  1. Wenn die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen vorhanden sind, sollte ein Mindestabstand von 1,50 m eingehalten werden.
  2. Auf den Mindestabstand von 1,50 m kann verzichtet werden, wenn die Kohorten (Klassenverbände, Lerngruppen) durchgängig eingehalten werden können.
  3. Ein Stoßlüften vor und nach den Essenspausen wird dringend empfohlen. In der kurzen Zeit des Essens und unter Berücksichtigung der Temperaturen kann während der Essenspausen auf ein Lüften verzichtet werden.
  4. Masken werden direkt im Anschluss an die Nahrungsaufnahme wieder aufgesetzt.

Weitere allgemeine Handlungsempfehlungen für die Schulverpflegung in Zeiten von Covid-19 (Stand: 12.08.2020) finden Sie bei Bedarf unter https://kultusministerium.hessen.de/schulverpfegung.pdf

Wiesbadener Erstklässler scheitert mit Klage gegen Maskenpflicht in Grundschule

EILANTRAG, 12.11.2020

Auch Erstklässler müssen während des Unterrichts eine Maske tragen. Zu diesem Schluss kommt das Wiesbadener Verwaltungsgericht am Donnerstag und lehnte damit den Eilantrag eines Wiesbadener Grundschülers ab.

Der Erstklässler hatte sich in einem Eilverfahren gegen das durch die „Allgemeinverfügung zur Anordnung weiterer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Schulen der Landeshauptstadt Wiesbaden“ angeordnete Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Unterricht der Jahrgangsstufen eins bis vier gewandt.

Das Gericht erklärte die Rechtmäßigkeit der Verordnung. Zwar bestehe laut der zweiten Corona-Verordnung keine Maskenpflicht im Grundschulunterricht. Allerdings dürfen die örtlich zuständigen Behörden auch über die Verordnung herausgehende Maßnahmen anordnen. Aufgrund der hohen Sieben-Tage-Inzidenz der Stadt Wiesbaden steht die Stadt nach dem Eskalationskonzept des Landes auf der fünften, dunkelroten und damit höchsten Eskalationsstufe.

Weiter heißt es in dem Urteil des Verwaltungsgerichts, dass man nicht von einer geringen Ansteckungsgefahr unter Kindern ausgehen könnte und die Maskenpflicht daher insbesondere im Klassenverband verhältnismäßig sei. Darüber hinaus betonte das Gericht die nachgewiesene Wirksamkeit einer Mund-Nase-Bedeckung bei der Verhinderung des Verbreitens von Aerosolen und damit der Übertragung des SARS-CoV-2-Erregers.

Die Maskenpflicht während des Unterrichts gilt weiterhin nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die ein Attest vorweisen können. Auch wenn ein ausreichender Abstand innerhalb der Klasse eingehalten werden kann, sei das Tragen der Bedeckung nicht erforderlich. Zudem müssten die Lehrer alle 45 Minuten für eine Maskenpause sorgen, zu der die Maske abgenommen werden darf. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde erhoben werden. (nl)