Corona-Krise: Änderung Notbetreuung

Im Bereich der Notbetreuung wurden weitere Berufsgruppen in den Katalog der anspruchsberechtigten aufgenommen.
Nach derzeitigem Stand ist es nicht vorgesehen, dass an den Brückentagen bzw. beweglichen Ferientagen eine Notbetreuung für die Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen organisiert werden muss.

10. Verordnung zur Anpassung der Verordnungen (7. Mai 2020 (.PDF)

Eine aktualisierte und etwas übersichtliche Lesefassung scheint es leider noch nicht zu geben.

David Böhne
Vorsitzender
Wiesbaden, 12.05.2020

Umfrage zur unterrichtsersetzenden Lernsituation / ‘Homeschooling’

Sehr geehrte Eltern,

der Stadtelternbeirat hat eine Umfrage zur unterrichtsersetzenden Lernsituation (umgangssprachlich ‘Homeschooling’) in der Zeit der Schulschließungen zusammengestellt. Ziel der Umfrage ist es, die aktuelle Situation bzgl. der Betreuung der Schüler, dem Arbeitsumfang und der (technischen) Durchführung des Homeschoolings an den Wiesbadener Schulen zu analysieren.

Die Umfrage hebt auf die schulischen und technischen Aspekte ab, nicht auf die sozialen und seelischen Auswirkungen, die wir natürlich sehen, die aber nur Gegenstand wissenschaftlich fundierter Studien sein können.

Die Teilnahme an der Befragung dauert nur ca. 3 Minuten und es werden keinerlei persönliche Angaben abfragt. Die Umfrage bietet die Möglichkeit, ein Stimmungsbild der Elternschaft an Ihrer Schule auf einfachem Wege zu erfassen. Bei einer ausreichenden Beteiligung können wir Ihnen nach Abschluss der Umfrage eine Analyse gegliedert nach Schulen und Jahrgangsstufen zukommen lassen.

Wir hoffen, Sie mit dieser Umfrage auch dabei unterstützen zu können, das absehbar noch auf einige Zeit bestehende Nebeneinander von Präsenzunterricht und häuslichem Lernen mit Ihren Schulleitungen und Lehrerkollegien gezielt zu verbessern. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


http://www.steb-wiesbaden.de/umfrage

Den Zugang zur Umfage (Passwort) erhalten Sie über Ihren SEB-Vorsitzenden. Oder auf Nachfrage von den Schulformsprechern des StEB.


Die Umfrage wird voraussichtlich am 31.05.2020 geschlossen. Die (Zwischen-)Ergebnisse gehen den SEB-Vorsitzenden per E-Mail zu.

David Böhne
Vorsitzender
Wiesbaden, 07.05.2020

Schreiben des Hessischen Kultusministers zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs in Hessen ab dem 27.04.2020

Themen

  • Schrittweise Wiederaufnahme des Schulbetriebes
  • Übergänge in höhere Jahrgangsstufen/Versetzungen
  • Durchführung, aber Verschiebung von Abschlußprüfungen
  • Weitere Informationen zum Schulstart am 27. April folgen
  • Bewertung der unterrichtsersetzenden Lernsituation
  • Schulfahrten, Unterrichtsgänge und Betriebspraktika

Minister-Brief an Schulen_17.04.20

Corona-Krise: Datenschutz in Zeiten von Corona

Wohl unter dem Eindruck der aktuellen Situation hat der Hessische Datenschutzbeauftragte sich leider nur sehr zurückhaltend zu den entstehenden Datenschutzproblematiken geäußert. Das ist wenig hilfreich, denn die aktuelle Krise wird vorbeigehen, die Kundenbindungen bei fragwürdigen Diensten bleibt dann aber ebenso bestehen, wie die bis dahin gesammelten umfangreichen personenbezogenen Daten der Schüler.

Da es momentan wahrlich genug Verunsicherungen an den Schulen gibt, wären konkret nutzbare Hinweise für die Schulen und entsprechende Handreichungen nützlicher gewesen. Unabhängig davon aber, ob der Datenschutzbeauftragte nun einen Dienst konkret kennt, benennt oder interveniert, gelten natürlich die bisherigen Erfordernisse weiter.

  • “Jede Kommunikation unter Verwendung personenbezogener Daten zur Unterstützung des pädagogischen Bereichs sollte möglichst datensparsam und zweckgebunden erfolgen.” (Hessischer Datenschutzbeauftragter) Viele der aktuell genutzten kommerziellen Dienste erfüllen diese Anforderung nicht.
  • Bei Diensten und Systemen, die über eine Cloud-Anbindung verfügen, sind grundsätzlich diejenigen zu bevorzugen, die bei einer öffentlichen Stelle (wie z.B. das Hessische Schulportal) gehostet werden. Dies gilt insbesondere für Cloud-Speicher. (Hessischer Datenschutzbeauftragter)
  • Die Nutzung der Programme oder Dienste muß freiwillig erfolgen. Eine Freiwilligkeit ist selbstverständlich nicht gegeben, wenn ein Schüler dadurch von Hilfen oder Lernangeboten ausgeschlossen ist oder irgendwelche anderen Nachteile hat. “Eine solche Freiwilligkeit kann im schulischen Zusammenhang in der Regel kaum unterstellt werden.” (Hessischer Datenschutzbeauftragter)
  • Die Nutzung von  WhatsApp zu schulischen Zwecken ist hessischen Lehrern untersagt. Dabei ist es schon unzulässig, WhatsApp zu außerschulischen Zwecken zu benutzen, wenn auf dem entsprechenden Gerät auch personenbezogenen Daten von Schülern oder Eltern verarbeitet werden, da das Telephonbuch ausgelesen und übermittelt wird.

Zu Recht weisen Politik und Schulen häufig auf die Gefahren der bei Kindern beliebten Programme hin. Dieselben Gefahren sind nun aber auch bei einer schulischen Nutzung zu beachten. Zu Zoom gibt Günter Steppich (Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt und Referent für Jugendmedienschutz am Hessischen Kultusministerium) folgende Einschätzung ab:

“Durch die Schulschließung werden nun vermehrt Videodienste genutzt, bei
der Auswahl wird jedoch häufig sehr sorglos und ohne Blick auf
Datenschutzaspekte vorgegangen. Der populäre Anbieter ZOOM z.B. ist ein
absoluter Datenkrake und mit der DSGVO nicht vereinbar, das zeigt schon ein
Blick in die Datenschutzerklärung. Nicht nur der IT-Verlag Heise warnt vor
der Nutzung dieser App, im Schulbereich ist sie unter Datenschutzaspekten
nicht nutzbar: Zoom-App für iOS reicht Daten heimlich an Facebook weiter

Da der hessische Datenschutzbeauftragte sich noch nicht eingearbeitet hat, hier hilfsweise eine Einschätzung der Uni Kassel:

“Für die Nutzung von Zoom durch die Universität Kassel ist zu beachten, dass sie dadurch nicht nur rechtswidrige Datenverarbeitsungspraktiken dieses Unternehmens unterstützt und befördert, sondern auch ihre Lehrenden und Studierenden durch die Nutzung von Zoom diesen Datenverarbeitungspraktiken aussetzt. Für viele Studierende könnten sich Zwangssituationen zur Nutzung von Zoom ergeben.”

Wir hoffen und wirken darauf hin, daß die Schulen die notwendige Unterstützung erhalten, um datenschutzkonforme Lösungen anbieten zu können. Beispielhaft weise ich auf das Medienzentrum Frankfurt und dortige Berichte, z.B. “Online Unterricht mit Jitsi.org” hin.

David Böhne
Vorsitzender
Wiesbaden, 29.03.2020

 

 

Corona-Krise: Notbetreuung an Wochenenden und in den Osterferien

Ab dem 4. April 2020 bis zum 19. April 2020 steht eine erweiterte Notbetreuung auch samstags und sonntags sowie an den Feiertagen zur Verfügung.

Die erweiterte Notbetreuung an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen ist beschränkt auf die Personengruppen der Kranken- und Gesundheitsversorgung sowie der Rettungsdienste. Als weitere Voraussetzungen für die Teilnahme an der Notbetreuung an Wochenenden und den Feiertagen müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Alleinerziehend oder
  • das andere Elternteil ist ebenfalls in einem der (weiteren) Schlüsselberufe der 2. Corona-Bekämpfungsverordnung tätig und zeitgleich im Einsatz, d.h. die Kinderbetreuung kann innerhalb des unmittelbar familiären Kontextes nicht sichergestellt werden.
  • Die Kinder müssen die Infektionsschutzkriterien gem. Antragsformular erfüllen.

Sollte für Sie die erweiterte Notbetreuung in Betracht kommen, wenden Sie sich bitte an Ihre Schulleitung.

Notbetreuung in Schulen an Wochenenden und Osterferien
(Schreiben von Herrn Staatssekretär Dr. Manuel Lösel)

Musterformular Notbetreuung an den Wochenenden und Feiertagen

David Böhne
Vorsitzender
Wiesbaden, 29.03.2020

Corona-Krise: Bildungsgerechtigkeit in Zeiten von Corona

Gerade hat das Staatliche Schulamt die Schulen in Wiesbaden darauf hingewiesen, da selbstverständlich nicht davon ausgegangen werden könne, daß alle Schüler gleiche Bedingungen und Unterstützungen im Haus zur Bewältigung der von den Lehrerinnen und Lehrern bereit gestellten Aufgaben haben.

Es scheint mir einhellige Einschätzung des Kultusministeriums, des Staatlichen Schulamtes und der Elternvertretung auf Landes- und Stadtebene, daß Unterrichtsstoff in der aktuellen Situation vor- und nachbereitet, nicht aber neu erarbeitet werden kann. In diesem Zusammenhang verweise ich auf die Erläuterungen des Kultusministers vom 25.03.:

Stoff nicht auf Teufel komm raus nachlernen

Die zu Hause zu bewältigenden Aufgaben geben den Schülern eine gewisse Struktur und halten den Schulstoff präsent. Das ist gut so. Es ist aber weder Ziel noch wünschenswert, wenn es dadurch für die Zeit des gemeinsamen Unterrichts zu unnötigen Verwerfungen in den Lerngruppen käme.

David Böhne
Vorsitzender
Wiesbaden, 28.03.2020

Corona-Krise: Änderung Notbetreuung

Liebe Eltern,
es ‎ist ab sofort ausreichend, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf (z.B. Polizei, Medizin, etc.) arbeitet, um einen Anspruch auf die Notbetreuung zu haben.
Weitere Informationen sind in der Pressemitteilung der Landesregierung bzw. beim Ministerium für Soziales und Integrationdes zu finden:

Corona-Krise: Ergänzung der Berufeliste: kritische Infrastruktur

Liebe Eltern,
es gibt eine Änderung in der Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus.
Die Berufe die zur kritischen Infrastruktur zählen, wurden nun ergänzt um “Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die unmittelbar in den Sektoren zur Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastruktur nach dem BSI-Gesetz […] tätig sind, soweit vom Arbeitgeber der Nachweis erbracht wird, dass ihre Tätigkeit zwingend erforderlich ist.
Die Sektoren sind: Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation. Darunter fällt nun z.B. auch der Lebensmittelhandel.

Corona-Krise: Informationen des Kultusministeriums zur Notfallbetreuung

Aus der Lagebesprechung des Kultusministeriums vergangene Nacht:

“Eben ist noch einmal bekräftigt worden, welchen eigentlichen Zweck die Schulschließungen haben sollen. Deutlich gemacht wurde dabei:

Die Maßnahme, den Schulbetrieb auszusetzen, hat den Zweck, soziale Kontakte so weit wie möglich zu minimieren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Entsprechend muss die Personengruppe, für die eine Notfallbetreuung eingerichtet wird, auf das absolute Minimum reduziert werden. Ansonsten würde diesem Zweck zuwidergehandelt und die gravierende Maßnahme ginge ins Leere. Alle Eltern und Schülerinnen und Schüler haben entsprechend mit Blick auf ihren Eigenschutz wohl auch selbst das Interesse, dass es im Rahmen dieser Notfallbetreuung nicht zur Ansammlung von vielen Menschen in der Schule kommt. Es ist aber auch deutlich geworden, dass dieser Gesichtspunkt wohl noch besser erläutert werden muss. Auf die Frage der Betreuung der Kinder von Beschäftigten, die als Betreuungskräfte eingesetzt sind, wird zudem noch einmal näher eingegangen werden. Weiterlesen