Corona-Krise: Schülerbeförderung

Zur Schülerbeförderung schulwegunfähige Schülerinnen und Schüler zu Förderschulen und für den öffentlichen Personennahverkehr in Wiesbaden durch ESWE-Verkehr haben uns mehrere Anfragen erreicht. Wir verweisen auf die Häufig gestellten Fragen (FAQ) des Städtischen Schulamtes (S. 12, Schülerbeförderung) vom 23.04.2020. Ergänzend liegen uns folgende Aussagen aus demm Städtischen Schulamt vor:

Weiterlesen

Hol- und Bringverkehr an den Schulen

Auch an vielen Wiesbadener Schulen gibt es morgens teils chaotische Verkehrssituationen, wenn alle Schüler gleichzeitig um 8.00 Uhr zum Schulbeginn ankommen. Diese Verkehrssituation stellt nicht zuletzt eine Gefährdung für die Schüler, insbesondere für die Grundschüler dar.
Häufig bringen Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Eine reine Diffamierung mit dem Modebegriff des ‘Eltern-Taxis’ greift aber zu kurz. Dabei wird außer Acht gelassen, daß es oft nachvollziehbare Gründe für die Wahl des Autos gibt.

Wenn mehrere Kinder quasi zeitgleich an unterschiedlichen Schulen ankommen müssen, die Fahrt mit dem Rad zu gefährlich, Busverbindungen aus den Vororten unpassend sind oder die Nutzung der ÖPNV-Angebote schlicht zu teuer ist, bleibt vielen Eltern gar keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder zu fahren.

Der Stadtelternbeirat der Landeshauptstadt Wiesbaden setzt sich daher dafür ein, daß das ÖPNV-Angebot weiter ausgebaut wird. Gemeinsam mit dem Landeselternbeirat fordern wir ein kostenloses Schülerticket für alle Schüler – unabhängig von der Entfernung zur Schule. Durch die Verringerung der Verwaltungskosten könnte ein Schülerticket schon teilweise finanziert werden. Radwege zu den Schulen müßten ausgebaut und an den Schulen sichere und wettergeschützte Fahradabstellplätze geschaffen werden.

Auch der Ausbau der Ganztagsschule bietet eine Gelegenheit, den Schulalltag anders zu rhythmisieren. Es ist nicht erforderlich, für die Leistungsfähigkeit vieler Schüler sogar schädlich, den Schultag um 8.00 Uhr zu beginnen. Eine morgentliche Gleitzeit würde eine Entzerrung der Verkehrssituation und einen ruhigen Start in den Schultag ermöglichen.

David Böhne
Vorsitzender

Wiesbaden, 29.08.2017

Auswertung – Fahrradsituation der Wiesbadener SchülerInnen

Fragebogen des Stadtelternbeirates Wiesbaden zur
Fahrradsituation der Wiesbadener SchülerInnen

  • Bis Mitte März 2016 wurden ca. 400 Bögen zurückgegeben.
  • Die Informationen dienten der Vorbereitung des Schul-Fahrrad-Korso im Juli 2016.
  • 374 Bögen konnten ausgewertet werden und dienen als Grundlage der nachfolgenden Grafiken.
  • Nachträglich eingegangene Bögen (ca. 500) würden an das Bündnis Verkehrswende Wiesbaden übergeben und werden separat ausgewertet.

Auswertung – Fahrradsituation der Wiesbadener SchülerInnen (.PDF)

2. Infobrief zum Schulkorso am 5. Juli

Zweiter Informationsbrief zum Schulkorso am 5. Juli
für die Wiesbadener Schulleitungen und ihre Lehrkräfte

Sehr geehrte Damen und Herren,

noch vier Wochen, dann findet der 1. Wiesbadener Schulkorso statt. Zeit, Ihnen einen kurzen Zwischenstand zu geben:

16 Schulen und damit knapp 2000 Teilnehmer haben sich bis jetzt angemeldet. Sollten sich noch mehr Schulen oder Klassen zu einer Teilnahme entschließen, freuen wir uns.

Bis zum 15. Juni 2016 nehmen wir Anmeldungen immer noch gerne entgegen. Übrigens: Ein ähnliches Event namens „Tour de Karl“ veranstaltet die Stadt Mannheim selbst seit 2012 regelmäßig mit großem Erfolg, siehe https://google.de/search?q=%22tour+de+Karl%22

Jetzt im Juni wird es Zeit, sich die Genehmigung der Eltern zu erbitten, falls Sie dies nicht schon längst erledigt haben. Wir haben zwei Elternbriefe als Vorlage auf unsere Homepage gestellt. Ein Brief von uns, in dem Sie vor dem Kopieren nur die Schule und die Klasse eintragen müssen,

https://verkehrswendewiesbaden.files.wordpress.com/2016/05/elternbrief2016-1.pdf oder ein
Worddokument, dessen Text Sie zur eigenen Gestaltung verwenden können.
https://verkehrswendewiesbaden.wordpress.com/schulerkorso-aktionstag-wiesbadener-schulerbewegen-sich/ und dort die Word-Datei-Elternbrief öffnen.

Ca. 10 Tage vor dem 5. Juli erhalten Sie noch ein Schreiben mit den konkreten Ablaufdaten: Z.B. wann Sie sich mit Ihren Schülerinnen und Schülern wo treffen müssen, wie die Begleitung geregelt wird, wo die Route entlang geht, welche Absprachen es mit der Polizei gibt.

Viele Eltern haben anlässlicher der Fragebogenaktion des Stadtelternbeirats signalisiert, dass sie an diesem Fahrradkorso teilnehmen möchten. Allen, die Interesse daran haben, Eltern, Lehrer und die, die sich auch noch als Helferinnen und Helfer beteiligen möchten, werden wir in einem Treffen genau darüber informieren, wie der ganze Tag abläuft und wie die Hilfe und Unterstützung geleistet werden kann. Damit wir alle Interessierten erreichen, wird es dafür zwei alternative Termine geben.

Der Ort wird jeweils die IGS Kastellstraße sein, die genauen Termine stehen noch nicht fest.
Damit bin ich bei einer letzten Bitte: Sprechen Sie Eltern und auch ältere Schülerinnen und Schüler darauf an, uns beim Korso zu helfen. Auf der Homepage besteht die Möglichkeit, sich als Helfer einzutragen. https://verkehrswendewiesbaden.wordpress.com/schulerkorso-aktionstag-wiesbadenerschuler-bewegen-sich/

Nachstehend noch einmal unsere Kontaktdaten.

Email: verkehrswende@web.de
Telefon: 0611 -1899322 Josef Liebhart (Gesamtleitung)
Telefon: 069 – 6664078 Werner Buthe (Leitung/Orga Korso)
Fax: 069 – 6664070 Werner Buthe (Leitung/Orga Korso)

Vielen Dank für das Vertrauen in dieses neue Format, das der Wiesbadener Schulsportverein in
Zusammenarbeit mit dem ADFC und dem Bündnis Verkehrswende organisiert.

Mit freundlichen Grüßen
Josef Liebhart
(im Auftrag der Organisatoren)

Wiesbaden, 06.06.2016

Pressemeldung LEB: Kostenfreies Schülerticket für ganz Hessen

Chancengleichheit statt Benachteiligung auf dem Schulwege

 Der Landeselternbeirat hat eine offene Petition an den Hessischen Landtag gestartet. Ziel ist ein kostenfreies Schülerticket für Hessen, ähnlich dem Semesterticket der Studierenden. Der Landeselternbeirat fordert, dass der Hessische Landtag den §161 im Hessischen Schulgesetz streicht, in dem Fußwege zur Schule von zwei bei Grundschülern bzw. drei Kilometern als zumutbar gelten und der Transport nur bezahlt wird, wenn eine besondere Gefahr festgestellt wurde. Hier kollidiert die Sparpolitik öffentlicher Haushalte nicht selten mit den Sicherheitserfordernissen.

Das Anliegen wird von den hessischen Kreis- und Stadtelternbeiräten, den Landesschülervertretern und von der Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt. Auch bei den Eltern findet die Petition breite Zustimmung. Bereits nach 10 Tagen konnten über 5.000 Unterschriften eingesammelt werden. Viele Eltern haben die Petition nicht nur einfach unterzeichnet, sondern ihre Forderung ausführlich begründet. Einer der zentralen Punkte ist die Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler. Dazu gehört, dass der Besuch einer Schule nicht am Geldbeutel der Eltern scheitern darf, nur weil die Fahrkarte zu teuer ist. So müssen die Eltern z.B. in der Oberstufe die Fahrtkosten für ihre Kinder grundsätzlich vollständig finanzieren. Bei zwei Kindern kommen da schnell mal € 150,00 monatlich zusammen. Das kostenfreie Schülerticket sieht der Landeselternbeirat daher als einen wichtigen Baustein zur Chancengleichheit.

Die bisherige Regelung im Schulgesetz ist nicht mehr zeitgemäß und muss dringend verändert werden.

So arbeiten heute viele Schulen im Ganztagsbetrieb. Die ausgedehnten Schulzeiten bringen es mit sich, dass sämtliches Schulmaterial (nicht nur Bücher und Hefte, sondern auch Sporttaschen, Musikinstrumente u.v.m.) auf dem Rücken zur Schule getragen werden muss. Schulwege von zwei oder drei Kilometern – wie sie im §161 als zumutbar erachtet werden – können nicht täglich mit 3,5 bis 8 kg Gepäck bewältigt werden. Das würde auch keinem Erwachsenen zugemutet.

Die heutige entfernungsabhängige Fahrtkostenregelung führt zu willkürlich anmutenden Entscheidungen. Häufig entscheiden ein paar Meter. Das eine Kind bekommt die Fahrkarte erstattet, das Nachbarkind nicht. Das ist Eltern nicht zu vermitteln und wird als ungerecht empfunden.

Die zwei, beziehungsweise drei Kilometer-Regelung im jetzigen Schulgesetz hat auch soziale Auswirkungen: finanzkräftigere Familien werden ihren Kindern die Busfahrkarte kaufen – Kinder einkommensschwacher Familien müssen zur Schule laufen.

In den Städten und größeren Gemeinden stellt das Verkehrsaufkommen eine permanente Gefährdung für die Schülerinnen und Schüler dar – insbesondere für die Grundschüler/innen. Auf dem Land ist ein Schulweg von einem Dorf zum anderen über unbeleuchtete, oft unbefestigte Feldwege, ohne Winterdienst und soziale Kontrolle, nicht zumutbar.  

Das Schülerticket ist eine ökologisch sinnvolle Alternative zum “Elterntaxi” und erhöht die Bewegungsfreiheit jugendlicher Schülerinnen und Schüler. 

Die Überprüfung der Berechtigung und die Ausstellung der Schülerfahrkarten stellen einen erheblichen Verwaltungsaufwand dar, der entsprechende Kosten verursacht. Würde ein Schülerticket für alle ausgestellt, verringerten sich die Verwaltungskosten deutlich. Die eingesparten Mittel könnten ein Schülerticket schon teilweise finanzieren.

Letztendlich hat sich die Landesregierung im Koalitionsvertrag verpflichtet, die Einführung eines hessenweiten Schülertickets zu prüfen. Die Petition wird den Druck auf die politisch Handelnden erhöhen.

“Nun ist es an der Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen” fordert Reiner Pilz, Vorsitzender des Landeselternbeirats.

Pressemeldung – Kostenfreies Schülerticket für ganz Hessen (.PDF)

LEB: Petition ‘Kostenfreies Schülerticket für ganz Hessen’

Liebe Eltern,

die Stadt-, Kreis- und Landeselternbeiräte haben letztes Jahr eine gemeinsame Resolution zum kostenfreien Schülerticket beschlossen.

Ein hessenweites Schülerticket analog zu den Semestertickets der Studierenden trägt aus unserer Sicht enorm zur Chancengleichheit bei.

Wir haben hierzu eine Online-Petition gestartet und bitten Sie um Ihre Unterstützung!

Die bisherige Regelung des Schülerverkehrs in Hessen ist nicht mehr zeitgemäß und muss dringend verändert werden.

Heute arbeiten viele Schulen im Ganztagsbetrieb.

Die ausgedehnten Schulzeiten bringen es mit sich, dass sämtliches Schulmaterial (nicht nur Bücher und Hefte, sondern auch Sporttaschen, Musikinstrumente uvm. ) auf dem Rücken zur Schule getragen werden muss.
Schulwege von zwei oder drei Kilometern – wie sie im §161 als zumutbar erachtet werden – können nicht täglich mit 3,5 bis 8 kg Gepäck bewältigt werden. Das würde auch keinem Erwachsenen zugemutet.
Die zwei, beziehungsweise drei Kilometer-Regelung im jetzigen Schulgesetz hat auch soziale Auswirkungen: finanzkräftigere Familien werden ihren Kindern die Busfahrkarte kaufen – Kinder einkommensschwacher Familien müssen zur Schule laufen.
In den Städten und größeren Gemeinden stellt das Verkehrsaufkommen eine permanente Gefährdung für die Schülerinnen und Schüler dar – insbesondere für die Grundschüler/innen.
Auf dem Land ist ein Schulweg von einem Dorf zum anderen über unbeleuchtete, oft unbefestigte Feldwege, ohne Winterdienst und soziale Kontrolle, nicht zumutbar.
Nicht zuletzt bedeutet die Überprüfung der Berechtigung und die Ausstellung der Schülerfahrkarten einen Verwaltungsaufwand, der auch Kosten verursacht.

Würde ein Schülerticket für alle ausgestellt (ähnlich wie das Semesterticket der Studierenden) verringerten sich die Verwaltungskosten deutlich. Die eingesparten Mittel könnten ein Schülerticket schon teilweise finanzieren.

Hier können Sie unterzeichnen: https://www.openpetition.de/petition/online/kostenfreies-schuelerticket-fuer-ganz-hessen

Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung. Bitte leiten Sie diese Petition gern in Ihrem Verteiler weiter.

LEB Hessen