Quarantäne und Testen – Fragen des StEB und Antworten des Gesundheitsamtes

Die Fragen beziehen sich auf das Flussschema des Gesundheitsamtes zum Thema Quarantäne und testen bei Covid 19 Infektions- oder Verdachtsfällen. (Stand 08/2020)

.Handreichung Flussschema Covid-19-1

.A.) Indexfall in der Klasse:

.1.)Warum testet das Gesundheitsamt nicht alle Kinder der Klasse, um die  Quarantänezeit zu verkürzen?

Eine Quarantänezeit bei Kontaktpersonen beträgt 14 Tage. Das Robert-Koch-Institut führt im Kontaktpersonenmanagement auf: „Es ist zu betonen, dass ein negatives Testergebnis das Gesundheitsmonitoring nicht ersetzt und die Quarantänezeit nicht verkürzt.“. Daran halten wir uns!

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2.) Wird überhaupt getestet? Wer wird getestet? Durch wen wird getestet?

Getestet werden Kinder mit Symptomen (durch den Kinderarzt oder veranlasst durch den Kinderarzt und getestet in Teststelle) oder, falls das Gesundheitsamt es in sehr begründeten Ausnahmefällen für erforderlich hält, testet eine Abstrichstelle auf Anordnung des ÖGD, wie in den ersten zwei Wochen in Wiesbaden auch praktiziert. Das entscheidet aber das Gesundheitsamt, nicht die Eltern oder Schulleiter.

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3.) Können die Kinder, deren Eltern sich einen Test leisten können, nach 7 Tagen mit einem negativen Ergebnis wieder in die Schule kommen? (2 Klassen-Gesellschaft?)

Nein. Zum einen aus dem Grund der oben beschriebenen RKI-Richtlinien, zum anderen werden wir keine Zwei-Klassen-Gesellschaft und ein „Freikaufen“ fördern.

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4.) Müssen die Kinder, die nicht getestet werden, dann dementsprechend 14 Tage zu Hause bleiben?

Alle Kinder müssen 14 Tage zuhause bleiben.

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B) Verdachtsfall in der Klasse

“Das Kind, das nachweislich Kontakt zu einer Infizierten Person Kontakt hatte, wird unter Quarantäne gestellt:”

.1.) Warum erfolgt die Testung nur bei Symptomen?

Da das Kind so oder so in Quarantäne bleiben muss und eine Quarantäne die sicherste Maßnahme ist, um Übertragungen zu verhindern. Ein Test zum falschen Testzeitpunkt hat keine Aussagekraft.

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2.) Warum kann man nicht testen und mit negativem Ergebnis wieder in die Schule gehen?

Da ein Test zum falschen Zeitpunkt keine Aussagekraft hat und eine falsche Sicherheit vortäuscht.

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3.) “Bei infizierten Elter/Geschwistern wird ebenfalls ein Test empfohlen”…. was bedeutet das?

Hier geht es ja um Kinder als Kontaktpersonen. Sind diese Kontaktperson, da enge Familienmitglieder infiziert sind, kann ein Test sinnvoll sein. Das Kind ist dann auch in Quarantäne! Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass das Kind ebenfalls positiv ist. Daher wird ein Test empfohlen. In der Realität werden die meisten Familien gemeinsam getestet und die Ergebnisse liegen gesammelt vor.

Umfrage Situation an den Schulen nach den Sommerferien

Zum Schulauftakt wollten wir als StEB gerne ganz kurz die Lage an den Wiesbadener Schulen abklopfen und evaluieren.
Es scheint uns so, als herrschen hier nämlich ziemlich unterschiedliche ‘Standards’…
Vom 27.8-04-09.2020 hatten die SEB Vorsitzenden Zeit, ihr statement abzugeben- hier finden Sie die Umfrage samt Ergebnisse:

Umfrage ‘nach den Ferien’ Auswertung StEB

Mit den Ergebnissen können wir uns nun hiermit weiter an die zuständigen Stellen wenden und nachhaken, nachfragen und aufmerksam machen- sie helfen uns, manche Positionen klar darzustellen.

Einen ganz herzlichen Dank nochmal an die, die sich die Zeit genommen haben und somit auch unsere Arbeit unterstützen!

Digitale Diskussionsrunde am 8.9.2020: “Eltern fragen nach… bei K. Sinemus und A. Lorz“

Mitschnitt der Veranstaltung:

Es geht in die nächste Runde bei „Eltern fragen nach…“ – bitte in den Kalender eintragen und gerne an andere Eltern weiterleiten:

Am Dienstag, dem 8. September von 18:45 – 20:00 Uhr stellen sich die Digitalministerin Sinemus und Kultusminister Lorz in einer digitalen Diskussionsrunde zu Fragen rund um die Digitalisierung der Schulen in Hessen.

Fragen sind über slido.com vor und während der Veranstaltung möglich.
Die Einwahldaten zur Videokonferenz veröffentlichen wir ab dem 04.09.20 auf unserer Website eltern-fragen-nach.de.
Alle Details zur Veranstaltung finden Sie in der Einladung.
Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind!
 
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Herzliche Grüße,
Ihr Team von „Eltern fragen nach…“ und der Stadtelternbeirat Wiesbaden

 

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Masernimpfschutz – Info

Das neue Masernschutzgesetz gilt ab dem 01.03.2020:
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Alle nach dem Jahr 1970 geborenen Personen, die in Schulen und Kindertageseinrichtungen betreut werden oder dort tätig sind, müssen einen Nachweis der Masernschutzimpfung erbringen.

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Dieser Nachweis ist ab dem 01.03.2020 erforderlich für:
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Schülerinnen und Schüler, die neu in die Schule aufgenommen werden sowie

Personen, die neu in der Schule tätig sind.

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Schülerinnen und Schüler, die bereits die Schule besuchen, sowie Personen, die bereits in der Schule tätig sind, müssen den Nachweis über die Masernschutzimpfung erst bis zum 31.07.2021 erbringen.

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Gesundheitsamt – Vorgehen bei Covid 19 – (Verdachts-)fällen

Handreichung Flussschema Covid-19-1

Stand 8/2020

Reihentestungen werden eingestellt
(Wiesbaden aktuell, 02.09.20)

“WIESBADEN (red). Im ganzen Stadtgebiet Wiesbadens sind Schulen von Sars-CoV-2-Infektionen betroffen. Das Gesundheitsamt hat einige Klassen unter Quarantäne gestellt. Reihentestungen, die auf Veranlassung des Gesundheitsamtes vergangene Woche durchgeführt wurden, würden eingestellt. Sie hätten bestätigt, dass sich nur in Ausnahmefällen weitere Personen infiziert hätten, meldet die Stadtverwaltung.

“Die Hygienekonzepte und die Umsetzung in den Wiesbadener Schulen scheinen derzeit ausreichenden Schutz vor Ansteckung zu gewährleisten“, sagt Dr. Kaschlin Butt, die Leiterin des Wiesbadener Gesundheitsamts. Das Vorgehen bei Verdachtsfällen in Klassen und bei bestätigten positiven Fällen gebe aber scheinbar immer noch viel Anlass zur Sorge. „Wir erhalten sehr viele Anrufe besorgter Eltern und Klassenleitungen, die verunsichert sind.“

Zunächst werde differenziert zwischen Verdachtsfällen und bestätigt positiv getesteten Schülern und Lehrkräften. Verdachtsfälle hätten für die Klassen und Schulen erst einmal keine Auswirkungen. Das betroffene Kind werde, wie bei anderen Erkrankungen auch, aus der Schule genommen, suche einen Arzt auf und lasse sich auf das Sars-CoV-2-Virus testen. Ist das Ergebnis negativ, kann das Kind, sobald es sich gesund fühlt, wieder den Unterricht besuchen. „Bis das Ergebnis vorliegt und eine etwaige Infektionsmöglichkeit mit dem Sars-CoV-2 Virus abgeklärt ist, bitten wir alle Eltern darum, Ruhe zu bewahren“, betont Butt.

 “Nur bei Bestätigung einer Infektion oder bei stark begründetem Verdacht einer Infektion veranlasst das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen“, erklärt die Leiterin des Gesundheitsamts. Dafür nähmen die Mitarbeitenden der für den Wohnort der Betreffenden zuständigen Gesundheitsämter direkt Kontakt mit den Familien auf. Die Schulleitung werde von den Eltern oder dem Gesundheitsamt informiert.

Fragen sind bei individuellen Anrufen zu klären
Alle, die in dem vom Gesundheitsamt festgelegten Zeitraum ungeschützten Kontakt hatten, gelten als Kontaktpersonen. In dem Fall werden die Eltern von der Schulleitung informiert und die Kinder von den Eltern abgeholt. Das Gesundheitsamt erhält eine vollständige Kontaktliste der Klasse und weiterer Kontaktpersonen. „Auch da bitten wir darum, Ruhe zu bewahren und nicht in Sorge Kinderärzte, Teststellen und das Gesundheitsamt anzurufen“, appelliert Butt. Das Quarantänemanagement des Gesundheitsamts nehme mit allen Eltern individuell Kontakt auf. „Seien Sie bitte nicht beunruhigt, wenn es eine Weile dauert.“ Bei Schülerinnen und Schülern, die in einem Nachbarkreis wohnen, sind die dortigen Gesundheitsämter zuständig.

Die Quarantänezeit der Kontaktpersonen sowie des betreuenden Personals betrage 14 Tage, unabhängig davon, ob ein negatives Testergebnis vorliege oder nicht. Damit arbeite das Gesundheitsamt strikt nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Lediglich die Familie des infizierten Kindes muss ebenfalls in 14-tätige Quarantäne.”

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Digitaler Familientalk- eine Veranstaltung für Sie?

Liebe Eltern,

zum Wochenende möchten wir Sie auf ein besonderes Angebot hinweisen – dem „Digitalen Familientalk“.

Die 10 Informationsabende werden in Kooperation mit der Hessischen Landesanstalt für Privaten Rundfunk und Neue Medien und dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation immer donnerstags ONLINE stattfinden.

 

In Corona-Zeiten steht das digitale Leben nicht still, die Mediennutzung ist in den vergangenen Monaten bei den meisten zwangsläufig gestiegen. Trotz des selbstverständlichen Gebrauchs sind Erziehungsfragen rund um den Medienkonsum nicht weniger geworden. Um auf viele Medienfragen, die in den Familien eine Rolle spielen einzugehen, diese zu beantworten und zu diskutieren, wird diese Themenreihe von Medienexperten angeboten.

Die Teilnahme ist kostenlos über den folgenden Link: https://bbb2.ccita.de/b/pet-p39-w4m.

Dafür müssen Sie kein Programm installieren oder sich eine App runterladen.

An den Mediendonnerstagen – jeweils um 19 Uhr – werden folgende Themen angeboten:

  1. Erziehung in digitalen Zeiten (03.09.2020)

  2. Schutz persönlicher Daten in digitalen Zeiten (17.09.2020)

  3. Demokratie und Mitbestimmung in digitalen Zeiten (24.09.2020)

  4. Fake News und Meinungsmache in digitalen Zeiten (01.10.2020)

  5. Entwicklungspsychologische Anforderungen in digitalen Zeiten (29.10.2020)

  6. Kommunikation in digitalen Zeiten (05.11.2020)

  7. Gender- und Geschlechterfragen in digitalen Zeiten (12.11.2020)

  8. Cybermobbing und Hatespeech in digitalen Zeiten (26.11.2020)

  9. Wunschthema (03.12.2020)

  10. Digitalen Stress in der Weihnachtszeit vermeiden (10.12.2020)

Weitere Informationen, auch zum Einwählverfahren entnehmen Sie gerne dem beigefügten Flyer und ab Montag auch auf der Seite www.muk-hessen.de.

Wir wünschen Ihnen spannende „Elternabende“ und viele neue mediale Erkenntnisse.

Beste Grüße
Tanja Pfenning

Geschäftsführerin
Landeselternbeirat von Hessen

Leitfaden des Landeselternbeirates zu Elternwahlen und Videokonferenzen in Corona-Zeiten

Der LEB hat einen Leitfaden zum Thema ‘Elternabende in der Corona-Zeit’ erstellt. Anbei das Anschreiben und die beiden wichtigen Dokumente für Sie:
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“Liebe Eltern,

mit dem Schulanfang stehen auch die Wahlen zu den Elternvertretungen im Fokus. In Zeiten der Corona-Beschränkungen ist die Durchführung besonders schwer. Der „Leitfaden für die Wahlen der Elterngremien mit Briefwahl“ kann Ihnen bei der Durchführung helfen.

Viele Elternvertreter:innen fragen derzeit an, ob Elternabende und Sitzungen der Schulkonferenzen, etc. auch per Videokonferenz durchgeführt werden kann. Ja das geht. Auch dort getroffene Beschlüsse sind weiterhin gültig.

Mehr dazu haben wir Ihnen in dem „Leitfaden Videokonferenz“ zusammengestellt.”

(Auszug Schreiben v. LEB, 21.08.2020)

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Beide Broschüren finden Sie hier:

2020_Leitfaden_Videokonferenz
Leitfaden_für_die_Wahlen_der_Elterngremien_mit_Briefwahl

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Unser Brief an das Schulamt / Fragen zur aktuellen Situation, 14.08.2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

alle freuen sich auf die Schule, das ist klar.

Nicht klar ist, warum wir in Wiesbaden ab Montag einen Schulunterricht zulassen, der nicht mal die Vorgaben des HKM erfüllt (Abstände, Handhygiene…).

Das HKM geht von großen, belüftbaren Räumen aus, breiten Gängen, großen Schulhöfen, guten sanitären Anlagen, Händewaschmöglichkeiten für alle SchülerInnen und LehrerInnen…

Wir wissen, dass das nicht in allen Schulen gegeben ist: Fenster lassen sich nicht öffnen, Gänge sind zu eng, Waschbecken abmontiert etc..

Wurden die Reinigungsintervalle und die Art der Reinigung an Wiesbadener Schulen entsprechend angepasst?

Warum fangen alle Schule gemeinsam an, zur gleichen Uhrzeit in voller Klassenstärke? Wurde diskutiert, einen gestaffelten Schulstart und Unterrichtsbeginn zu realisieren? Wie wurden die ESWE und die Schulbusbetreiber eingebunden, um zu entzerren und Abstandsregeln einzuhalten? Gibt es mehr Schulbusse, um eine geringere Belegung zu erreichen?

Es gäbe einfache Möglichkeiten, den Schulstart weniger risikoreich zu gestalten und die liegen weitestgehend  in städtischer Hand.
Warum werden diese Möglichkeiten nicht genutzt?

Uns würde interessieren wie die Wiesbadener Schulen für den Schulstart aufgestellt sind und ob das Gesundheitsamt einbezogen war und die Hygienekonzepte abgenommen hat (inkl. Vorortbegehung).

Ich befürchte, dass Schulen mit viel Anstrengung das Machbare organisieren, dass das aber nicht das unter diesen Bedingungen Erforderliche ist.
Liegt die Haftung dann bei den Schulen, wenn etwas nicht korrekt läuft ?

Ich bitte Sie um Auskunft über den Stand der Vorbereitung des Schulstarts an Wiesbadener Schulen.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

Stadtelternbeirat Wiesbaden