22.04.2021: Bundesnotbremse

Nach dem Bundestag haben die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes am Donnerstag der Bundesrat passiert. Es sieht einheitliche konkrete Corona-Maßnahmen vor, gekoppelt an Inzidenzwerte. Für Hessen bedeutet das: In einigen Lebensbereichen wird es ab Samstag erneut Änderungen geben.

  • Nächtliche Ausgangssperren gelten nun in Kreisen und kreisfreien Städten, die an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz von mindestens 100 aufweisen. Sie greifen zwischen 22 und 5 Uhr. Von 22 bis 24 Uhr darf man noch alleine aus dem Haus, etwa zum Spazieren oder Joggen.
  • Private Treffen im öffentlichen und privaten Raum werden ab einer Inzidenz über 100 auf einen Haushalt plus eine weitere Person beschränkt. Zuvor galt in Hessen nur eine Empfehlung für den privaten Raum.
  • Ab einer 100er Inzidenz an drei Tagen nacheinander müssen Schulen in den Wechselunterricht. Ab einer Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen gibt es keinen Präsenzunterricht mehr und nur noch Notbetreuung. Ausnahmen gelten für Abschlussklassen und Förderschulen.
  • Kitas sind ab einer Inzidenz von 165 an drei Tagen nacheinander zu schließen.
  • Baumärkte müssen wieder schließen. “Click and Meet”, also Einkaufen mit vorher vereinbartem Termin, kann jedoch bis zu einer Inzidenz von 150 erlaubt werden. Darüber wird Hessen am Freitag beraten. Unter 100 dürfen Läden wieder mit Personenbegrenzungen öffnen.
  • Kosmetik- und Tattoostudios müssen wieder schließen, ebenso Fitnessstudios.
  • Im Öffentlichen Nahverkehr sowie in Taxen gilt ab einer Inzidenz von 100 die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen.

Schulschließungen ab Inzidenz von 200 oder 165?

Update, 21.04.2021

 

In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 200 sollen die Schulen am Montag nach den Osterferien auch für die Klassen eins bis sechs geschlossen bleiben. Das teilte das Kultusministerium dem hr auf Anfrage mit. Grundlage sei ein “Brücken-Eskalationskonzept”, das in Hessen gelten solle, bis die Änderung des Infektionsschutzgesetzes von Bundestag und Bundesrat beschlossen sei.

Testpflicht für Schüler*innen und Lehrkräfte ab 19.4.21 – Einverständniserklärung, Adressen der Bürgertestzentren, weitere Infos aus dem Schulamt

Ab 19.4.21 besteht an hessischen Schulen die Testpflicht für Lehrkräfte und Schüler*innen. Eine Teilnahme am Präsenzunterricht und der Schul(-not-)betreuung OHNE negativen Test ist nicht möglich.

Eltern, die das Testen ablehnen, können ihr Kind vom Präsenzunterricht abmelden. Das Kind wird dann in Distanz beschult.

Es handelt sich um sog. Schnelltests, die maximal zweimal pro Woche in der Schule unter Aufsicht der Lehrkräfte selbständig von den Schüler*innen durchgeführt werden.

Alternativ können sich die Schüler*innen in einem Bürgertestzentrum testen lassen.  Die Testbescheinigung eines Bürgertestzentrums darf bei Vorlage in der Schule nicht älter als 72 Stunden sein. Selbsttest, die zu Hause durchgeführt wurden, sind nicht ausreichend.

Tests in den Bürgertestzentren sind kostenlos, auch mehrmals pro Woche. Adressen von Teststellen: https://www.wiesbaden.de/leben-in-wiesbaden/gesundheit/gesundheitsfoerderung/corona-reise-und-quarantaene.php

Hier die aktuelle Einverständniserklärung, die von den Erziehungsberechtigten und/oder der/dem Schüler*in für das Testen in der Schule unterschrieben werden muss (Stand 14.4.21):

Einwilligungserklärung PDF

Weitere Hinweise aus dem Schulamt:

  1. Personen, die zweimal geimpft wurden, benötigen 14 Tagen nach der zweiten Impfung KEINE Vorlage eines negativen Tests mehr.
  2. Dieses gilt nicht für Personen, die eine Covid-Infektion durchlaufen haben. Die Aussagefähigkeit der Antikörpernachweise ist nicht verifiziert, daher benötigen auch diese Personen einen Test zur Teilnahme am Präsenzunterricht.
  3. Die beigefügte Einverständniserklärung für die Schüler*innen, enthält Hinweise zur Datenverarbeitung. Eine zusätzliche Datenschutzerklärung ist aufgrund der vorhandenen gesetzlichen Regelungen nicht mehr notwendig.
  4. Da vermutlich nicht alle Schüler*innen bereits am ersten Schultag die unterschriebene Einverständniserklärung mitbringen, soll sichergestellt werden, dass den Schüler*innen die Formulare in Papierform seitens der Schule mitgegeben werden. Die Schüler*innen nehmen an diesem tag trotzdem am Unterricht teil.
    Am 2. Schultag ist eine Teilnahme am Unterricht nur mit negativem Selbsttest oder einer Testbescheinigung aus einem Testzentrum  möglich. 
  5. Das Schreiben an die Eltern ist in einfacher Sprache und in verschiedenen Sprachen auf der Homepage des Hessischen Kultusministerium hinterlegt:  Unterrichtsbetrieb-ab-dem-19-april-2021
  6. Testungen der Schüler*innen in den Förderschulen gE und kmE : auch hier findet noch eine Abstimmung statt. Eltern können auf jeden Fall mit eingebunden werden. Inwieweit die Bürgertestungen an diesen Schulen durch geschultes Personal stattfinden können, wird geklärt.

Keine weiteren Schulöffnungen nach den Ferien

Testpflicht an Schulen beschlossen

Nach den Osterferien gilt in den hessischen Schulen eine Testpflicht, das hat Kultusminister Lorz (CDU) am Montag verkündet. “Wenn wir die Schulen so sicher wie möglich machen wollen, dann halten wir eine Testpflicht für unumgänglich”, sagte Lorz. Demnach müssen alle Schülerinnen und Schüler einen negativen Corona-Test vorweisen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können.

Dafür soll die Möglichkeit bestehen, zwei Selbsttests pro Woche an der Schule machen zu können. Auch der Nachweis eines kostenlosen Bürgertests sei möglich, solange dieser nicht älter als 72 Stunden ist. Diese Regelung soll für die kommenden drei Wochen gelten.

Quelle: Hessenschau, 12.4.21

12.4.21 Pressekonferenz mit Volker Bouffier und Kultusminister Lorz – Testpflicht an Schulen kommt

Testen:

An den Schulen soll laut Bouffier eine Testpflicht kommen, sowohl für Schüler als auch für das Lehrpersonal. Ebenso wird es eine Testpflicht in Kitas für die Erzieherinnen und Erzieher geben. Kita-Kinder sind ausgenommen.

Die Testpflicht an Schulen sei notwendig, so Lorz. Ohne eine verpflichtende Regelung gebe es keine Sicherheit für Schüler und das Lehrpersonal im Präsenzunterricht. Dazu kann man entweder einen negativen Test mitbringen oder sich in der Schule vor Beginn des Unterrichts testen lassen. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, kann auch nicht am Unterricht teilnehmen. Demnach können Kinder auch vom Präsenzunterricht abgemeldet werden. Trotz der Testpflicht soll es keine Lockerung der Maskenpflicht an den Schulen geben. Lorz appelliert an alle Eltern, ihren Kindern die Tests zu ermöglichen, damit diese am Präsenzunterricht teilnehmen können. Die Verordnung gelte zunächst für die nächsten drei Wochen, bis zum 9. Mai.

Abitur  und Testen:
Im Hinblick auf das Landesabitur verspricht Lorz einen regulären Beginn. Im Gegensatz zum letzten Jahr seien jetzt Tests möglich, was den Vorgang vereinfache. Bei Vorlage eines negativen Tests können Schüler ohne Maske ihre Prüfungen ablegen, wer das nicht möchte, kann laut Lorz mit Maske teilnehmen.

Quelle: https://www.fnp.de/politik/corona-hessen-bouffier-kabinett-heute-schule-ausgangssperre-zr-90440550.html

12.4.21 Erkenntnisse der Aerosolforschung

»Leider werden bis heute wesentliche Erkenntnisse unserer Forschungsarbeit nicht in praktisches Handeln übersetzt«, kritisieren führende Aerosolforscher aus Deutschland. In Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen müssten Maßnahmen ergriffen werden.

Die Autoren empfehlen, mit häufigem Stoß- oder Querlüften Bedingungen wie im Freien zu schaffen, effektive Masken in Innenräumen zu tragen sowie Raumluftreiniger und Filter überall dort zu installieren, wo Menschen sich länger in geschlossenen Räumen aufhalten müssen – etwa in Pflegeheimen, Büros und Schulen.

http://Spiegel – Aeorolsolforscher 12042021

Wiederholtes Aussetzen der Schuleingangsuntersuchungen – offener Brief SEB-KT und StEB

In der Anlage finden Sie den offenen Brief der beiden Wiesbadener Stadtelternbeiräte für die Kindertagesstätten und für die Schulen.

 

Dass die Schuleingangsuntersuchungen nun schon zum zweiten Mal in Folge ausfallen sollen, sehen wir äußerst kritisch.

Diese normalerweise verpflichtende Untersuchung hat eine große Bedeutung für die Kinder und deren erfolgreichen Start ins Schulleben.

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Selbstverständlich sehen wir die Belastung der Gesundheitsämter in Zeiten der Pandemie, dennoch erhoffen wir uns pragmatische Lösungen, z.B. unter Einbindung der Kinderärzt*innen, wie es andere Städte und Kreise praktizieren.

“Die Zusammenarbeit des SEB der Kindertagesstätten und des StEB der Schulen zeigt, dass wir zusammen an einem Strang ziehen  und gemeinsam mit den zuständigen Ämtern eine gute Lösung für die Kinder herbeiführen möchten.”

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Schuleingangsuntersuchung 08042021

 

Pressemeldungen zum Thema:

 

Auch der Lehrerverband bedauert fehlende Schuleingangsuntersuchungen
16.04.21

Der Verband der Lehrer Hessen (VDL) spricht eine Warnung aus. Der VDL befürchtet, dass wegen der fehlenden Schuleingangsuntersuchungen in der Corona-Pandemie der Förderbedarf nicht ausreichend erkannt wird.

Lehrerverband –  Aussetzen der SEU
(Beitrag von hessenschau.de)

 

Wiesbadener Kurier vom 3.4.21
Schuleingangsuntersuchung

Später Geldsegen für Wiesbadener Schulen

Seit Monaten der Pandemie diskutieren wir über Schutzmaßnahmen an den Schulen.

Am 23.3.21 informierte das städtische Schulamt alle Schulen, dass sie nun kurzfristig zwischen 10.000 und 30.000€ verausgaben dürfen. Allerdings nur wenn sie schnell sind.

Buchstäblich ‘auf den letzten Drücker’ ohne Beratung ohne Empfehlungen und Begleitung durch das städtische Schulamt, ohne Bündelung von Beschaffungsprozessen sollen nun 1,5 Mio € Steuergelder ausgegeben werden.
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Dies sind wohlgemerkt 50% der hessischen Fördermittel für Wiesbadener Schulen und Kitas für Hygienemaßnahmen !
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Wie sollen die Schulen nun über die Osterferien (Rechnungseinreichung bis 23.4. !!!) dieses Geld sinnvoll verplanen?  Wir fragen uns, warum erst jetzt?
Was wird da wohl nun angeschafft, zu überteuerten Preisen, was vielleicht nachher nicht den Zweck erfüllt, wofür die Wartung nicht geklärt ist?
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Diese Vorgehensweise – oder besser dieses Nichtvorgehen und Nichtplanen seitens der Stadt und des Schulträgers – ärgert uns !
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Artikel im Wi Kurier  vom 1.4.21:
http://www.steb-wiesbaden.de/wp-content/uploads//wk-maerz-21.jpg

Brief städtisches Schulamt an die Schulen:  Schulen 23032021

Nicht alles darf beschafft werden und es besteht Vorsicht bei Nichteinhaltung der Positivliste. Anschaffungen von nicht gelisteten Gegenständen kann bei Prüfung eine spätere Belastung des Schulbudgets nach sich ziehen:

Positivliste Schutzmaßnahmen Schulen Kitas Stand 210312

Flächendeckendes Testen der Schüler*innen an hessischen Schulen ab 19.4.2021

Wie das HKM mitteilt, sollen ab dem 19.4.2021  alle Schüler*innen, alle Lehrkräften und alle weiteren an der Schule tätigen Personen die Möglichkeit haben, zweimal in der Woche anlasslos selbst auf das Coronavirus zu testen.

Die Teilnahme an den Tests ist kostenfrei und freiwillig.

Testmöglichkeiten gibt es auch schon während der Ostercamps.

Durchführung Selbsttests in Schulen – Schreiben an Schülerinnen, Schüler und Eltern

Ablaufdiagramm Schultestung

Einwilligungs- und Datenschutzerklärung

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‘Impressionen’ aus der Pilotphase an der Gutenbergschule:
https://wiesbaden-lebt.de/montagmorgen-erste-stunde-corona-selbsttest