Pressemitteilung des LEBs zum Thema Impfen, 16.07.2021

Landeselternbeirat empfiehlt Neutralität beim Thema „Impfen“ und verurteilt persönliche Angriffe gegen Elternvertreter.

Der Landeselternbeirat verweist im Zuge der Impfthematik für Schulkinder auf die Empfehlung der STIKO, die individuelle Beratung durch Kinder- und Jugendärzte/-ärztinnen und darauf, dass es sich um eine im höchsten Maße persönliche Entscheidung aller betroffenen Menschen handelt. Wir appellieren gleichzeitig an alle Beteiligten, diesbezüglich weder direkten noch indirekten Druck auf frei getroffene Entscheidungen auszuüben.  

Deshalb empfiehlt der Landeselternbeirat allen Kreis-/Stadt- und Schulelternbeiräten im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit strikte Neutralität. Jede Positionierung zum Thema im Rahmen des Amtes, jede Weitergabe von Aufrufen und Aktionen zum, für oder gegen das Impfen über Adress- und E-Mailverteiler von Schulgremien oder Schulklassen bzw. Schuljahrgängen bewegt sich außerhalb des Aufgabenbereiches der gesetzlichen Elternvertretung und kann zur Polarisierung beitragen. Das gilt auch für Aufrufe von behördlicher oder kommunalpolitischer Seite.

Unabhängig davon verurteilt der Landeselternbeirat themenunabhängig die Tendenz dazu, ehrenamtliche Elternvertreter*innen im Rahmen Ihrer Tätigkeit persönlich anzugreifen. „In einer Demokratie müssen unterschiedliche Meinungen ausgehalten werden“, so Volkmar Heitmann, der Vorsitzende des Landeselternbeirats. „Dass jedoch engagierte Eltern für ihren Einsatz beleidigt und bedroht werden, ist unerträglich und nicht zu tolerieren. Ich appelliere an den gesunden Menschenverstand aller und bitte darum, Kritik sachlich zu äußern. Gewalt, Hass und persönliche Anfeindungen sind keine Lösung und inakzeptabel!“

Einwilligungserklärung Testen im Schuljahr 2021/22

Gemäß des Schreibens des hessischen Kultusministeriums zum neuen Schuljahr  (http://www.steb-wiesbaden.de/leitfaden-zum-schulbetrieb-im-schuljahr-20212022/) wird die Teilnahme am Präsenzunterricht und anderen regulären schulischen Veranstaltungen in Präsenzform weiterhin nur Schüler*Innen möglich sein, die getestet, geimpft oder genesen sind.

Für die Teilnahme an den schulischen Selbsttest ist seitens der Erziehungsberechtigten eine neue Einwilligungserklärung zu unterzeichnen:

Einwilligungserklärung Schuljahr 2021_2022

Wie der Nachweis einer Doppelimpfung oder der Genesung erfolgen soll, wurde den Schulen bislang NICHT mitgeteilt.

Ob sich eventuell zukünftig auch genesene und doppelt geimpfte Schüler*Innen regelmäßigen Tests unterziehen müssen, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Mit neuen Virusvarianten können sich nachweislich auch diese Gruppen infizieren und auch andere Personen anstecken.

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Hessen stellt die Weichen für sicheren Schulbetrieb nach den Ferien

https://kultusministerium.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-stellt-die-weichen-fuer-sicheren-schulbetrieb-nach-den-ferien

Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz hat heute die Schulen in Hessen über die wesentlichen Eckpunkte für einen sicheren Start in das neue Schuljahr informiert.

Die Grundlage dafür bilden ein spezielles Konzept für die ersten Wochen nach den Sommerferien, ein aktualisierter Hygieneplan sowie ein überarbeiteter Leitfaden zur Schul- und Unterrichtsorganisation. Die Maßnahmen wurden in Abstimmung mit Vertreterinnen und Vertretern der hessischen Schul- und Lehrerverbände sowie der Konzeptgruppe entwickelt. „In der Hoffnung, dass die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung, beabsichtigen wir, im neuen Schuljahr landesweit und in allen Schulformen im Präsenzunterricht zu starten“, erklärte der Minister. „Das bedeutet, dass unsere Schulen regulären Schulbetrieb an fünf Tagen die Woche für alle Schülerinnen und Schüler ohne gravierende Einschränkungen anbieten werden. Dafür werden wir alle Instrumente verwenden, die verfügbar sind!“

Verschärfte Maßnahmen direkt nach den Sommerferien

Um das Infektionsrisiko an den Schulen möglichst gering zu halten und einen sicheren Schulstart zu organisieren, werden direkt nach den Sommerferien für den Zeitraum von zwei Schulwochen präventiv erweiterte bzw. verschärfte Vorkehrungen getroffen. Dazu zählen:

  • Erhöhung der Testfrequenz von derzeit zwei auf drei Tests pro Woche,

  • Maskenpflicht (medizinische Masken) auch am Platz während des Unterrichts,

  • Dringende Empfehlung zum Tragen der Maske auch im Freien bei Einschulungsfeiern und vergleichbaren Schulveranstaltungen.

„Wir alle kennen die Problematik der Urlaubsrückkehrer und ihren Einfluss auf die Infektionslage aus dem vergangenen Jahr. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Vorkehrungen für einen Übergangszeitraum noch einmal zu verschärfen. Denn der Schulstart ist entscheidend für den weiteren Verlauf des Schuljahrs. Wir halten es deshalb für vertretbar, drei statt zwei Tests und die erneute Maskenpflicht am Platz vorübergehend wieder anzuordnen“, betonte der Minister.

Daneben gelten unter anderem folgende allgemeine Regelungen aus dem Hygieneplan und dem Leitfaden zum Schulbetrieb unter Pandemiebedingungen:

Impfungen

Zum Schuljahresbeginn werden in Hessen alle Lehrkräfte, die dies wollen, vollständig geimpft sein. „Je mehr Menschen im Umfeld unserer Schülerinnen und Schüler geimpft sind, desto stärker schützen wir all jene Kinder und Jugendlichen, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt oder die zwar zur Impfung zugelassen sind, aber noch keine erste oder zweite Dosis erhalten haben“, erklärte Lorz. „Wir haben das Geschehen sehr genau im Blick und können kurzfristig mit der breiten Impfung von Kindern und Jugendlichen loslegen, sobald die Ständige Impfkommission zu einer Neubewertung der Lage kommt. Bis dahin rufe ich alle Eltern dazu auf, mit ihren Kinder- und Jugendärzten die Möglichkeiten einer individuellen Impfung zu besprechen.“

Tests

Die erfolgreich erprobten Antigen-Selbsttests werden auch im neuen Schuljahr beibehalten. Die Teilnahme am Präsenzunterricht und anderen regulären schulischen Veranstaltungen in Präsenzform wird weiterhin nur Personen möglich sein, die getestet, geimpft oder genesen sind. „Derzeit ist noch nicht absehbar, wie sich die Delta-Variante auf die Entwicklung der Infektionszahlen in den nächsten Wochen und Monaten auswirken wird“, ergänzte Lorz. Eine wesentliche Rolle werde vermutlich die vermehrte Mobilität in den Sommerferien infolge von Urlaubsreisen auch in Risiko- oder Virusvariantengebiete spielen. „Ich appelliere deshalb an alle Familien, auch in den kommenden Wochen die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und sich bei der Rückkehr aus dem Urlaub vor dem ersten Schultag testen zu lassen. Wir können zwar nicht verhindern, dass das Virus in unsere Schulen kommt. Aber wir können sein Eindringen durch verantwortungsbewusstes Verhalten so klein wie möglich halten.“

Maskenpflicht

Im kommenden Schuljahr besteht – bis auf die ersten beiden Schulwochen – keine Maskenpflicht im Freien, am Platz während des Unterrichts und wenn es zu pädagogischen Zwecken erforderlich ist. Künftig sind allerdings mindestens medizinische Masken zu tragen. Ab einer Inzidenz von 50 gilt auch wieder am Platz eine Maskenpflicht.

Lüften & Luftfiltersysteme

„Das richtige und regelmäßige Lüften ist das A und O für einen sicheren Unterricht, gerade dann, wenn im Klassenzimmer am Platz keine Maske mehr getragen werden muss“, unterstrich der Minister. Die derzeit intensiv diskutierten Luftreinigungsanlagen könnten dabei unter gewissen Bedingungen unterstützen. „Ersetzen können sie das Lüften aber nicht, wie neuste Studien zeigen.“ Als Land unterstütze man die Schulträger allerdings auch künftig bei der Anschaffung von Luftfiltern. So stünden aktuell noch 40 Millionen Euro für Schutzmaßnahmen an Schulen zur Verfügung, betonte der Minister.

Weitere Regelungen

  • Sollte in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die 7-Tage-Inzidenz über 100 steigen, wird gemäß dem Hessischen Eskalationskonzept wie schon im nun zu Ende gehenden Schuljahr Wechselunterricht angeordnet.

  • Die Gesundheitsämter können auch weiterhin unabhängig von den vom Kultusministerium getroffenen landesweiten Regelungen – je nach Entwicklung der pandemischen Lage vor Ort – regionale oder schulbezogene Maßnahmen in Abstimmung mit den Schulträgern und im Einvernehmen mit den Staatlichen Schulämtern anordnen.

„Die Test- und Impfstrategie ist ein wirkungsvolles Instrument für einen sicheren Schulbetrieb, das uns im vergangenen Jahr noch nicht zur Verfügung stand. Zusammen mit unseren weiteren Maßnahmen bin ich sehr optimistisch, dass unsere Schulen guten Gewissens und sicher ins neue Schuljahr starten können. Bis dahin wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften erholsame Sommerferien. Sie haben sie sich wahrlich verdient.“

Quelle: HKM homepage, 12.07.2021

Pressemitteilung 02.07.21 – StEB fordert erneut mobile Luftfilter für Schulen

Wir lassen nicht locker beim Thema mobile Luftfiltergeräte für Schulen !

Heute haben wir eine weitere Pressemitteilung zum Thema  verfasst.
Dazu eine Beschreibung der Situation  in Wiesbaden wie sie sich für uns als Stadtelternbeirat darstellt.

HKM und städtisches Schulamt beharren auf den u.E. veralteten Empfehlungen des Umweltbundesamtes, und es droht, dass auch im 2. Corona-Herbst Schüler*innen ohne geeigneten Schutz in den Schulen sitzen.

PM Luftfilter 02072021

Luftfilter – Situation in Wi 02072021

Petitionen PRO mobile Luftfiltergeräte in Schulen:

Interessant dazu auch das Erklärvideo unter diesem Link:

mobile Luftfiltergeräte – DE Webinar über Schutzkonzepte für Schulen von Prof. Kähler


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Pressemitteilung des Stadtelternbeirates: ‘Wie geht es weiter, Herr Kultusminister?’

Seit Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr haben Schüler*innen mehr als die Hälfte des sonst üblichen Präsenzunterrichts verpasst, ihre Sportvereine waren geschlossen, keine Kultur- und Freizeitangebote, keine Treffen im Freundeskreis, kein unbeschwertes Heranwachsen … Mit einem Corona-Hilfspaket für Kinder und Jugendliche will die Bundesregierung jetzt nicht nur die schulischen Schäden begrenzen. Auch das Land Hessen hat 60 Mio € bereitgestellt.

Der Stadtelternbeirat fragt nach:

  • Was passiert nun nach mehr als einem Jahr Pandemie in den Schulen?
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  • Wie werden die Aufholprogramme ausgestaltet?
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  • Wie werden Schüler*innen gefördert und unterschützt?
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  • Wie geht es weiter im Herbst und einer eventuell “4. Corona Welle”, welche Maßnahmen werden an den Schulen getroffen ?
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    210611 _Wie geht es weiter_PM

Aufholprogramme Bund, Land:
BMFSFJ_Corona_Aufholpaket
https://kultusministerium.hessen.de/löwenstark