Der Ingenieur im Einsatz für die Schüler

19.05.2011 – WIESBADEN

AUSZEICHNUNG Bürgermedaille für Horst Hanke

(clv). Schuldezernentin Rose-Lore Scholz ist unerbittlich. „Da müssen Sie jetzt durch. Ich weiß, es ist schwer auszuhalten, wenn die eigenen Leistungen Gegenstand einer Rede sind.“ Horst Hanke, ehemaliger Vorsitzender des Elternbeirats der Elly Heuss Schule, Vorsitzender des Stadtelternbeirats sowie Mitglied des Landeselternbeirates, war jüngst zum letzten Mal bei einer Sitzung des Elternbeirats in der Schule am Platz der Deutschen Einheit. Dieses Mal als Gast, um von der Dezernentin die silberne Bürgermedaille und den Ehrenbrief des Landes Hessen entgegenzunehmen.

An der Heuss Schule haben seine beiden Töchter Abitur gemacht und hier hat er als Elternvertreter für die Interessen der Schüler gekämpft. Es sei oft zäh gewesen, gibt der promovierte Bauingenieur für Verkehrswesen zu. Die meisten Erfolge kämen nicht den eigenen Kindern zugute, sondern erst der nächsten Generation. Man mache sich mit Engagement auch nicht immer beliebt und je höher es in der Hierarchie gehe, desto schwieriger werde es. Als Landeselternbeirat kämpfe man mit dem Ministerium. Da steht häufig die Politik im Vordergrund.

Insgesamt elf Jahre vertrat Hanke die Interessen der Eltern an der Heuss Schule und erreichte in dieser Zeit viel. Besonders froh sei Hanke über die Einführung des bilingualen Systems. Die Schüler können nun zweisprachig Abitur machen. Auch das Schulgebäude wurde verändert. Das Hintergebäude wurde abgerissen und neu gebaut. Ein anderer Teil der Schule, das Casino, wurde renoviert. Hier befinden sich nun Mensa, Bibliothek, Computerräume und die Räume für die Hausaufgabenbetreuung.

Als Stadtelternbeirat hat Hanke intensiv am Schulentwicklungsplan mitgearbeitet. Die integrierten Gesamtschulen wurden in seiner Zeit ausgebaut und die verkürzte gymnasiale Oberstufe eingeführt. Besonders froh ist Hanke über einen Schulversuch an der Kleistschule. Hier wurde die Haupt- und Realschule verknüpft, um den Hauptschülern bessere Ausbildungschancen ermöglichen zu können. Dieser Versuch war ein voller Erfolg, die Schule sei nun auf dem Weg zur integrierten Gesamtschule.

Die ideale Schule gebe es im Übrigen nicht, so Hanke. Allerdings gebe es für jedes Kind, abhängig von Neigungen und Fähigkeiten, eine geeignete Schulform.

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