Das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen plant eine Änderung bei der Stundenzuweisung für integrierte Gesamtschulen:
Bei binnendifferenziert arbeitenden Jahrgängen soll der bisherige Zuschlag für die äußere Fachleistungsdifferenzierung teilweise entfallen.
Was zunächst technisch klingt, kann in der Praxis spürbare Folgen haben.
Worum geht es konkret?
Bisher erhielten integrierte Gesamtschulen zusätzliche Stunden, wenn sie Lernende innerhalb eines Jahrgangs differenziert in verschiedenen Leistungsniveaus unterrichten. Diese Stunden wurden gezielt eingesetzt für:
- Förderangebote für Schülerinnen und Schüler
- zusätzliche Lernzeiten
- Team-Teaching in Klassen
- präventive Unterstützung bei Lernschwierigkeiten
- individuelle Begleitung
Fallen diese Zuschläge weg, bedeutet das – je nach Differenzierungssystem der Schule – erhebliche Einbußen bei den verfügbaren Unterrichtsstunden.
Die integrierten Gesamtschulen in Hessen sehen diese Entwicklung mit großer Sorge, da genau diese Ressourcen maßgeblich zur individuellen Förderung und zum gemeinsamen Lernen beitragen.
Was bedeutet das für Ihre Schule?
Wie stark eine Schule betroffen ist, hängt vom jeweiligen Differenzierungskonzept ab. Deshalb ist es wichtig, dass Sie als Schulelternbeirat:
👉 das Gespräch mit Ihrer Schulleitung suchen
👉 sich das konkrete Ausmaß der möglichen Kürzungen erläutern lassen
Gemeinsam für gute Lernbedingungen
Diese zusätzlichen Stunden sind kein „Luxus“, sondern ein zentraler Baustein für gelingende individuelle Förderung, Chancengleichheit und präventive Unterstützung an unseren Schulen.




