Umfrage Situation an den Schulen nach den Sommerferien

Zum Schulauftakt wollten wir als StEB gerne ganz kurz die Lage an den Wiesbadener Schulen abklopfen und evaluieren.
Es scheint uns so, als herrschen hier nämlich ziemlich unterschiedliche ‘Standards’…
Vom 27.8-04-09.2020 hatten die SEB Vorsitzenden Zeit, ihr statement abzugeben- hier finden Sie die Umfrage samt Ergebnisse:

Umfrage ‘nach den Ferien’ Auswertung StEB

Mit den Ergebnissen können wir uns nun hiermit weiter an die zuständigen Stellen wenden und nachhaken, nachfragen und aufmerksam machen- sie helfen uns, manche Positionen klar darzustellen.

Einen ganz herzlichen Dank nochmal an die, die sich die Zeit genommen haben und somit auch unsere Arbeit unterstützen!

Ergebnisse der Elternumfrage zum Thema ‚Homeschooling‘

Durch COVID19 befinden sich Schüler, Eltern und Lehrer seit Wochen in einer schulischen Ausnahmesituation. Der Stadtelternbeirat hat Anfang Mai 2020 – bewusst erst einige Wochen nach der hektischen Anfangsphase – eine Umfrage zum Thema ‚Homeschooling‘ gestartet, deren Ergebnisse nun vorliegen (Laufzeit der Umfrage: 05.05.-31.5.2020).

An der Umfrage haben sich 4.834 Eltern Wiesbadener Schüler beteiligt und in 40 Fragen zu Methoden, Inhalten, (technischen) Rahmenbedingungen der sogenannten ‚unterrichtsersetzenden Lernsituation‘ (‘Homeschooling‘) und dem Lernen im heimischen Umfeld geäußert.

StEB Ergebnisse Umfrage Homeschooling (.PDF)

Umfrage zur unterrichtsersetzenden Lernsituation / ‘Homeschooling’

Sehr geehrte Eltern,

der Stadtelternbeirat hat eine Umfrage zur unterrichtsersetzenden Lernsituation (umgangssprachlich ‘Homeschooling’) in der Zeit der Schulschließungen zusammengestellt. Ziel der Umfrage ist es, die aktuelle Situation bzgl. der Betreuung der Schüler, dem Arbeitsumfang und der (technischen) Durchführung des Homeschoolings an den Wiesbadener Schulen zu analysieren.

Die Umfrage hebt auf die schulischen und technischen Aspekte ab, nicht auf die sozialen und seelischen Auswirkungen, die wir natürlich sehen, die aber nur Gegenstand wissenschaftlich fundierter Studien sein können.

Die Teilnahme an der Befragung dauert nur ca. 3 Minuten und es werden keinerlei persönliche Angaben abfragt. Die Umfrage bietet die Möglichkeit, ein Stimmungsbild der Elternschaft an Ihrer Schule auf einfachem Wege zu erfassen. Bei einer ausreichenden Beteiligung können wir Ihnen nach Abschluss der Umfrage eine Analyse gegliedert nach Schulen und Jahrgangsstufen zukommen lassen.

Wir hoffen, Sie mit dieser Umfrage auch dabei unterstützen zu können, das absehbar noch auf einige Zeit bestehende Nebeneinander von Präsenzunterricht und häuslichem Lernen mit Ihren Schulleitungen und Lehrerkollegien gezielt zu verbessern. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!


http://www.steb-wiesbaden.de/umfrage

Den Zugang zur Umfage (Passwort) erhalten Sie über Ihren SEB-Vorsitzenden. Oder auf Nachfrage von den Schulformsprechern des StEB.


Die Umfrage wird voraussichtlich am 31.05.2020 geschlossen. Die (Zwischen-)Ergebnisse gehen den SEB-Vorsitzenden per E-Mail zu.

David Böhne
Vorsitzender
Wiesbaden, 07.05.2020

Online-Petition: Erdkunde für Hessen 2020

Unser Anliegen ist, dass die politisch Verantwortlichen in Hessen dafür Sorge tragen, in allen weiterführenden Schulen und insbesondere in der gymnasialen Oberstufe unseren Kindern und Jugendlichen adäquate geographische Bildungschancen zu eröffnen.

Unsere Hauptforderungen sind:

Lage spitzt sich zu! Landesregierung will die Fächer Geschichte und Politik und Wirtschaft durchgehend verpflichtend machen, das ist der Tod der Erdkunde in der gymnasialen Oberstufe in Hessen!!!

  1. Erdkunde darf nur durch qualifizierte Fachlehrerinnen und –lehrer unterrichtet werden. In Gesellschaftslehre Unterrichtende müssen qualifizierte Fortbildungen erhalten, um ihrem Bildungsauftrag gerecht werden zu können.

  2. Erdkunde muss wieder zu den verbindlichen Fächern in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe gehören.

  3. Es muss eine echte Wahlfreiheit für die Schülerinnen und Schüler für ihre Grund- und Leistungskurse existieren. Dazu ist eine Gleichbehandlung der Fächer des Aufgabenfeldes 2 in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe zwingend notwendig.

  4. Die Anzahl der Erdkundestunden in der Sekundarstufe 1 muss seiner gesellschaftlichen Bedeutung gemäß in allen Schulformen erhöht werden.

Wir bitten Sie um Unterstützung, um diese Anliegen im Sinne unsere Kinder zu realisieren!

zur Online-Petition

Begründung

Mai 2019: Lage spitzt sich zu! Landesregierung will die Fächer Geschichte und Politik und Wirtschaft durchgehend verpflichtend machen, das ist der Tod der Erdkunde in der gymnasialen Oberstufe in Hessen!!!

Der Landesverband Hessen des Verbandes Deutscher Schulgeographen nimmt eine Besorgnis erregende Entwicklung im Bereich der gesellschaftlichen Bildung hessischer Schülerinnen und Schüler wahr. Dem Großteil unserer Jugendlichen werden durch die administrativen Schulstrukturen wesentliche Bildungsinhalte vorenthalten. In der öffentlichen Meinung ist die Erdkunde zwar nach wie vor ein wichtiges Schulfach, doch scheint es in der Breite dramatisch unterschätzt zu werden, welchen essentiellen Beitrag die geographische Bildung zur Entwicklung der jungen Menschen und somit der gesamten Gesellschaft in einer globalisierten Welt darstellt. Im Gegenteil zur unbestreitbaren Bedeutung des Faches, haben die bildungspolitischen Entscheidungen des hessischen Kultusministeriums in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass das Fach Erdkunde in vielen Schulen faktisch nur noch eine Randerscheinung darstellt. So ist Erdkunde in den gymnasialen Oberstufen Hessens kein Pflichtfach mehr und kann nur als freiwilliges Wahlfach mit dem entsprechenden Mehraufwand von den Schülerinnen und Schülern belegt werden. Aber selbst diese Möglichkeit ist häufig nicht mehr gegeben. Einen Erdkunde-Leistungskurs bieten nur noch rund 7% der gymnasialen Oberstufen Hessens an. Vorwiegend an integrierten Gesamtschulen geht das Fach in “Gesellschaftslehre” auf und wird überwiegend durch Kolleginnen und Kollegen unterrichtet, die keine ausgebildeten Erdkundelehrkräfte sind.

Diese Situation ist unserer Auffassung nach deshalb äußerst dramatisch, da durch diese strukturellen Defizite dem Großteil der hessischen Schülerinnen und Schüler eine adäquate Auseinandersetzung mit zahlreichen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen unserer Gesellschaft bewusst vorenthalten wird.

Unser Anliegen ist daher, dass Kinder und Jugendliche in Hessen im Rahmen ihrer schulischen Bildung die Chance erhalten müssen, sich in der aktuell gebotenen Art und Weise mit Bereichen, wie Nachhaltigkeit (von den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, die 2017 durch die UN ausgegebenen wurden, sind 14 Hauptanliegen der Erdkunde), Endlichkeit von Ressourcen, Klimawandel, Tragfähigkeit der Erde, Energieversorgung, Ursachen und Folgen von Migration unter professioneller und fachkundiger Anleitung zu beschäftigen. Diese Themenbereiche werden nicht alleine im Fach Erdkunde diskutiert, aber es gibt zwei Dimensionen, ohne die die Behandlung in einer nicht ausreichenden Art und Weise erfolgt, die aber gerade das Fach Erdkunde kenn- bzw. auszeichnen. Zum einen ist dies der Aspekt „Raum“. Erdkunde ist der einzige Vertreter der Raum- und Geowissenschaften in der Schule. Alleine das Fach Erdkunde kann eine adäquate Behandlung der Themen auf den unterschiedlichen Maßstabsebenen von lokal, über regional, national bis global gewährleisten. Zum anderen verbindet das Fach Erdkunde in einmaliger Weise natur- und geisteswissenschaftliche Aspekte und Arbeitsweisen, da es fachimmanent ist, bei der Betrachtung bedeutsamer Phänomene gleichermaßen die Perspektive des Naturraumes und des Kulturraumes zu berücksichtigen. Erdkunde kann es als einziges Fach leisten, das System Mensch-Umwelt als Ganzes zu betrachten, so wie es sich in der Realität auch darstellt. Was nützt es beispielsweise den Schülerinnen und Schülern (nach den 2016/2017 in Kraft getretenen Kernkurrikula für die gymnasiale Oberstufe), wenn im Englischunterricht über „The Blue Planet – saving our planet, the environmental footprint, taking responsibility“ oder im Politik und Wirtschaft Unterricht über „ökologische Herausforderungen der Gegenwart, Möglichkeiten und Schwierigkeiten von Umweltpolitik im politischen Mehrebenensystem, Umweltpolitik in der politischen Auseinandersetzung“ gesprochen wird, wenn keinem der Beteiligten in ausreichender Art und Weise bewusst ist, wo, was, wie groß, wie weitreichend denn diese „Umwelt“ ist, über die hier geredet wird. Oder wenn in Chemie über „Lagerstätten und Förderung: Erdöl als begrenzte Ressource, Förderverfahren und ihre Risiken für die Umwelt, geopolitische Aspekte“ diskutiert wird, ohne gleichzeitig über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Folgen zu informieren. Die Vermittlung einer ganzheitlichen Sicht kann nur die Geographie bzw. das Schulfach Erdkunde leisten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Verband Deutscher Schulgeographen e.V. – Landesverband Hessen aus Biebertal

Online-Umfrage des LEB zum Unterrichtsausfall

Der Landeselternbeirat hat eine Online-Umfrage erstellt und alle Schulen angeschrieben.  Die Schulleitungen, die Schulelternbeiratsvorsitzenden und die Schülervertreter sind jeweils per Brief über die Umfrage informiert worden und haben darin einen einmaligen Zugangscode zur Online-Umfrage erhalten.

Die Umfrage kann man hier einsehen: http://classy.run/leb
Eine Teilnahme ist nur mit Zugangscode möglich.

Der Stadtelternbeirat unterstützt den Aufruf und bittet alle Schulelternbeiratsvorsitzenden um Teilnahme. Die Umfrage läuft bis 30.04.2019.

Online-Petition: „Bedarfsgerechten Ausbau der Grundschulkinderbetreuung in Wiesbaden sicherstellen!”

Die Stadt Wiesbaden möchte ein neues Leistungs- und Zuschussmodell für die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern etablieren. Dabei sollen Öffnungszeiten, Umfang der Ferienbetreuung und der einheitliche Halb- und Ganztagsplatz für alle von der Stadt geförderten Träger angeglichen werden. (Der Wiesbadener Kurier berichtete, z.B. Wiesbadener Kurier)

Ausschüsse und Stadtparlament in Wiesbaden sollen kurzfristig über ein neues Zuschussmodell für die Grundschulkinderbetreuung entscheiden, dessen endgültiger Entwurf noch nicht vorliegt, das aber bereits zum 01.08.18 in Kraft treten soll.

Wir sehen in den bislang geplanten Vorgaben der Verwaltung für die Grundschulkinderbetreuungen u.a. folgende Probleme:

  • Deutliche Verteuerung für viele Eltern (v.a. deren Kinder bislang nicht 5 Tage/Woche betreut wurden und/oder keine 9 Wochen Ferienbetreuung in Anspruch genommen haben) –> unsozial!
  • Mangelnde Flexibilität erschwert es, pädagogisch wertvolle Angebote orientiert am tatsächlichen Bedarf der Eltern kosteneffizient fortzuentwickeln –> Die Grundschulkinderbetreuung darf nicht nur „Verwahrung“ werden
  • Abkehr vom Beschluss des Stadtparlaments vom 18.05.2017, gemäß dem der bedarfsgerechte Ausbau sicherzustellen ist und der dafür erforderliche finanzielle Mehrbedarf bei den Haushaltsplanungen zu berücksichtigen sein soll –> „Einfrieren“ der Anzahl der Betreuungsplätze mit Zeitpunkt des Inkrafttretens würde bedarfsgerechtes Angebot verhindern!
  • Kalkulationen der Verwaltung erlauben dauerhaft keine tarifgerechte Entlohnung der Fachkräfte –> würde Personalfindung und Qualitätsentwicklung der Grundschulkinderbetreuung nachhaltig erschweren
Begründung:

Wir wollen ein Zeichen setzen, dass das Thema den Wiesbadener Familien am Herzen liegt und nicht an Ihrem Bedarf vorbei entschieden werden sollte:

Das zuständige Dezernat, zuständige Ausschüsse und das Stadtparlament der Landeshauptstadt Wiesbaden werden daher aufgefordert, das neue Zuschussmodell für die Grundschulkinderbetreuung nicht wie derzeit geplant übereilt zu verabschieden!

Das Zuschussmodell möge im Dialog mit den Trägern zu einem zukunftsfähigen, an Bedarf und pädagogischer Qualität orientiertem Konzept im Interesse von Kindern und Eltern fortentwickelt werden. Der weitere bedarfsgerechte Ausbau muss gewährleistet sein und darf nicht von unrealistischen Bedingungen abhängig gemacht werden.

Online-Petition

Sabine Wiegand

Wiesbaden, 16.04.2018